Ein Tag im Zeichen der Mädchen

Heute ist internationaler Welt-Mädchentag. Er soll zu mehr Gleichberechtigung anregen.
wien, schwarzach Vor genau elf Jahren ernannten die Vereinten Nationen den 11. Oktober auf Initiative von Plan International zum Welt-Mädchentag und schufen damit einen Meilenstein in Sachen Gleichberechtigung.
Positive Veränderungen
Tatsächlich hat sich für Millionen Mädchen in diesen elf Jahren einiges zum Positiven verändert: Die Anzahl der in extremer Armut lebenden Mädchen konnte reduziert werden. Beim Thema Schulbesuch holten Mädchen spürbar auf. Millionen Mädchen wurden davor bewahrt, zu früh verheiratet zu werden. Ebenso konnten Mädchen und junge Frauen zunehmend besser darüber entscheiden, ob und wann sie schwanger werden. Die Sterblichkeitsrate während der Schwangerschaft oder bei der Geburt – ein Risiko, dem vor allem Teenager-Mütter ausgesetzt sind – konnte ebenfalls gesenkt werden.
Krisen fordern Tribut
Doch globale Krisen forderten in den vergangenen Jahren ihren Tribut: Viele Mädchen, die eine weiterführende Schule besuchten, sind nach der Corona-Pandemie häufig nicht wieder zurückgegangen, weil sie die Familie unterstützen mussten. Auch der Klimawandel wirkt sich negativ auf das Erreichen von Gleichberechtigung aus, denn in den betroffenen Ländern müssen Mädchen oft Wasser beschaffen und bei der Ernährung der Familie helfen. Oder sie werden früh verheiratet, damit weniger Kinder Essen benötigen. Dadurch steigt auch die Zahl der Frühschwangerschaften wieder an. Und auch beim Thema Rechte muss etwas getan werden: In keinem der 144 Länder des UN-Gender-Index für nachhaltige Entwicklungsziele (SDG), in denen 98 % der Mädchen und Frauen der Welt leben, ist die Gleichstellung der Geschlechter erreicht.