Wie man zur Ruhe kommt

Wetter / 20.10.2013 • 16:48 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ihr Zuhause hat Renate Neve als Oase der Kraft gestaltet . VN/Hofmeister
Ihr Zuhause hat Renate Neve als Oase der Kraft gestaltet . VN/Hofmeister

Als Lebenslehrerin verhilft Renate Neve auch anderen zu mehr Gelassenheit.

Vandans. (VN-mm) Sie macht einen zufriedenen Eindruck. Gerade so, als ob sie mit sich und der Welt im Reinen wäre. Renate Neve ist es auch. Sie lebt, was sie in Seminaren vermitteln möchte. „In die Ruhe kommen“, nennt sie es. Nur so könne der Mensch entschleunigen von der Zeituhr, die viele gefangen halte. „Bewusst rücken wir uns und unsere Bedürfnisse an solchen Tagen in den Mittelpunkt“, sagt Neve, die sich selbst auch als „spirituelle Frau“ bezeichnet. Daraus schöpft sie „das Potenzial zum Wachsen und Weiterentwickeln“.

Lebensaufgaben

Renate und Loek Neve wohnen an einem hübschen Ort in Vandans: ruhig gelegen mit Ausblick auf die Berge und einen Garten, der etwas Verwunschenes an sich hat. Das Ambiente passt zu einer Persönlichkeit, die betont, dass sie alles „mit Liebe“ ist: Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Oma, Schauspielerin, Regisseurin, Model und seit einigen Jahren auch Lebenslehrerin. „Heute würde man Lebenscoach dazu sagen“, merkt Renate Neve mit einem Lächeln an. Sie entschied sich bewusst für diesen Weg. Auch, weil ihr das Leben viele besondere Aufgaben stellte, die nach einer Lösung riefen. „Ich wurde quasi mein eigener Lebenslehrer“, erzählt die sympathische Natur- und Gartenfreundin.

Die ehemalige Verkäuferin ist keine Unbekannte. „Als Schallplatten-Renate“ machte sie im ganzen Land von sich reden. „Ich arbeitete in der Musikabteilung des damaligen „Forums“, fügt sie erklärend an. Zudem leitete sie über 20 Jahre die „Einhornbühne“, hat sich auch als Theaterspielerin dort eingebracht und gab Regie- sowie Schauspielkurse. Daneben zog sie noch zwei „wunderbare“ Kinder groß. Mittlerweile ist es um Renate Neve ruhiger geworden.

Prophezeiung erfüllte sich

Es gab nämlich eine Zeit, da ging es der auf Umtrieb programmierten Bludenzerin nicht allzu gut. „Ich bin angestanden“, gesteht sie freimütig. So setzte sich der Gedanke in ihr fest, etwas anderes zu tun.

Sie las viele Bücher, beschäftigte sich mit der Natur, und sie befolgte den Tipp, es doch einmal mit einem Seminar für positive Lebensgestaltung zu versuchen. Dessen Leiterin, Gila von Delden, habe ihr bei dieser Gelegenheit schon prophezeit, sie werde selbst einmal Seminare abhalten. Und so kam es. Seit ihrer Ausbildung zum Lebenscoach sind eigene Veranstaltungen im Frühjahr und Herbst zu Fixterminen geworden.

So findet aktuell im November im Bildungshaus St. Arbogast ein „Panta Rhei“-Wochenendseminar statt. „Es sind meist sehr intensive Tage“, erzählt Renate Neve. Tage der Auseinandersetzung mit sich selbst. „Der Mensch kann sich begegnen, wenn er sich die Zeit dafür nimmt“, ist die Mentaltrainerin überzeugt. Und mehr als einmal erlebte sie, wie „gerne Menschen in die Ruhe kommen“. Dann sei es auch möglich, sich Neuem zu öffnen, Neues zu entdecken. „Wir lernen, solange wir leben“, lautet ihr Credo. Das Alter spiele absolut keine Rolle. „Der Mensch kann immer, wenn er will.“

Erholung für die Seele

Renate Neve ist bei ihren Seminaren wichtig, dass „jeder sein Gleichgewicht findet“. Dazu gehört, auch der Wahrheit ins Gesicht zu schauen oder über Kränkungen zu reden. Verdrängung führe nur zu Verletzungen und dem Verlust der Achtsamkeit. „Es geht deshalb um das, was wir wollen, werfen Ballast ab, verschaffen der Seele Erholung, um mit neuer Energie beginnen zu können“, erklärt Neve. Wie sie das tut, hat Qualität: Sie öffnet den Glauben daran, dass es klappen kann, das mit der Veränderung.

Wir lernen, solange wir leben.

Renate Neve

Zur Person

Renate Neve

Geboren: 18. Juli 1950 in Bludenz

Wohnort: Vandans

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

Hobbys: Natur, Garten, Laufen, Sport

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