Nicht nur ihr Name ist hip

Wetter / 06.06.2014 • 18:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kasandra Hipp hat den Trend „Upcycling“ für sich entdeckt: Sie verleiht Vintage-Kleidung einen neuen Touch. Foto: VN/Hartinger
Kasandra Hipp hat den Trend „Upcycling“ für sich entdeckt: Sie verleiht Vintage-Kleidung einen neuen Touch. Foto: VN/Hartinger

Kasandra Hipp peppt alte Kleidung gekonnt auf – und bietet nun auch Workshops an.

Feldkirch. (VN-sas) Kasandra Hipp macht ihrem Namen eigentlich alle Ehre. Sie ist hip in Mode, setzt Trends. Zu ihrem vor zwei Jahren in Feldkirch gegründeten Label „Urban Foxxes“ und auch nach Vorarlberg ist sie aber erst über einige Umwege gekommen. Ihre Liebe zu Vorarlberg hat die aus dem deutschen Thüringen stammende Globetrotterin im Jahr 1999 entdeckt: Ein saisonaler Job in Gargellen hat sie ins Land geführt. Die winterliche Landschaft hat ihr derart gefallen, dass es nicht bei dem einen Aufenthalt geblieben ist. Sie kehrte als Skilehrerin zurück. Dennoch: Das Fernweh packte sie wieder, einige Jahre in England folgten. Dort leitete sie unter anderem einen Klamottenshop, arbeitete an Filmprojekten und reiste viel, bis die Sehnsucht nach Vorarlberg zurückkehrte. „Ich muss mal wieder in die Berge“, war damals ihr Gedanke. Aus dem „mal wieder“ wurden mittlerweile sechs Jahre. Hipp absolvierte in Vorarlberg eine Lehre zur Tapeziererin und Dekorateurin. 2012 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit, ihr Mode-Shop „Urban Foxxes“ ward geboren. „Urban Foxxes ist eine nachhaltige Modemarke, die Vintage-Kleidung und überschüssige Materialien verwendet, um zeitlose, exklusive und einzigartige Kleidungsstücke wiederher- und zusammenzustellen. Jedes Stück ist ein Unikat“, erklärt die Geschäftsführerin. Wie sie auf die Idee gekommen ist? „Ich habe mir eines Tages gesagt, dass ich nichts Neues mehr kaufen möchte. Man braucht in Wahrheit gar nicht so viele Klamotten – ein gutes Qualitätsstück, das man länger hat und auch wertschätzt, ist mir da viel wichtiger“, betont die 36-Jährige und legt nach: „Auch bin ich strikt gegen Billigware, von der diejenigen, die sie produzieren, nichts haben. Da muss ein Umdenken stattfinden.“ Die Kleidungsstücke, die Hipp „upcycled“, und denen sie ihre ganz persönliche Handschrift verleiht, ersteht die Wahl-Vorarlbergerin unter anderem auf Flohmärkten oder in carla-Secondhand-Shops. Ebenso wenig wie sie selbst lassen sich auch ihre Kundinnen schubladisieren: „Zu mir kommen ältere Ladys genauso wie junge Mädchen“, will die gebürtige Deutsche erwähnt wissen. Für ihre Kleidungsstücke inspirieren lässt sich Hipp regelmäßig auf Designmärkten, aber auch von Mode-Ikone Vivienne Westwood oder Katharine Hamnett, die sich für gerechtere Arbeitsbedingungen einsetzt.

Zweites Standbein

Neben dem Verkauf ihrer Unikate im Feldkircher Antiquariat Chybulski will sich Hipp nun mit Workshops ein zweites Standbein aufbauen. „Ich möchte Leute inspirieren, auch selbst mal Hand anzulegen“, sagt sie. Die vierstündigen Kurse sind bereits angelaufen – werden aber fortlaufend weiter angeboten. „Bei Interesse einfach mit mir in Kontakt setzen“, freut sich Hipp auf interessierte VorarlbergerInnen. Und: „Vorkenntnisse mit der Nähmaschine wären gut, müssen aber nicht sein.“

Zur Person

Kasandra Hipp

hat 2012 in Feldkirch das Label “Urban Foxxes” gegründet

Geboren: 30. August 1977

Ausbildung: zur Tapeziererin und Dekorateurin

Wohnort: Göfis

Interessen: Mode, Kulturelles, Sport, Radfahren, Flohmärkte

Infos zum Shop und den Workshops: www.urbanfoxxes.com.

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