Ich bin ein Vereinsmensch

Lukas Hagen engagiert sich ehrenamtlich im Jugend- und Kulturverein Szene.
Lustenau. (daw) Einen Spielzeugladen nur für sich allein. Was für viele Kinder eine absolute Wunschvorstellung ist, war für Lukas Hagen Realität. Sein Vater hatte ein eigenes Spielzeuggeschäft. „Es war schon ein Traum, so groß zu werden. Besonders mit Lego zu spielen hat mir immer viel Freude gemacht,“ erklärt der Lustenauer. Nach seiner Kindheit begann Lukas Hagen eine vierjährige Ausbildung zum Tischlereitechniker bei der Firma Weiler Möbel.
Ehrenamtlicher Helfer
Seit sechs Jahren ist Lukas Hagen ehrenamtlich beim „Jugend- und Kulturverein Szene“. Dazugekommen ist er über Freunde. Der 24-Jährige bezeichnet sich selbst als Vereinsmensch. „Für mich ist ein Verein ein guter Ort, um Freunde zu finden. Ich habe in den Jahren, in denen ich dabei bin, mindestens
30 neue Kollegen gefunden, mit denen ich am Wochenende Zeit verbringen kann,“ sagt der Lustenauer.
Von Anfang an arbeitete er tatkräftig bei der „Szene“ mit. Zunächst war er als Aufbauhelfer beim „Szene Open Air“ mit dabei. Seit drei Jahren ist er nun für die Gastronomie bei Veranstaltungen des Vereins zuständig. „Ich bin für den Ablauf an der Bar verantwortlich. Ich bestelle vorher die Getränke, mache den Aufbau der Bar und räume nach der Veranstaltung auf. Als man mich gefragt hat, ob ich den Job übernehmen will, habe ich nicht lange gezögert und sofort Ja gesagt.“
Die Arbeit im Gastronomiebereich gefällt dem 24-Jährigen so gut, dass er sich vorstellen könnte, selbst ein Lokal zu führen. „Es wäre ein Traum. Am liebsten hätte ich eine eigene Bar. Durch die Erfahrung, die ich in meiner Vereinsarbeit gemacht habe und die guten Verbindungen im Getränkesektor, könnte ich mir das in der Zukunft gut vorstellen.“
Einsatz zahlt sich aus
Mit der Arbeit verbindet er hauptsächlich positive Aspekte. Hin und wieder kommt er jedoch auch ins Schwitzen. Wie im ersten Jahr seiner Tätigkeit: „Beim Open Air hat es mal einen Tag lang in Strömen geregnet. Ich dachte wirklich, die Bühne schwimmt davon, und es ist alles umsonst. Aber schlussendlich ist es mit viel Einsatz doch noch positiv ausgegangen.“ Dafür sei das Wetter aber in den letzten Jahren immer gut gewesen, „was zwar viel Arbeit für das Gastonomieteam bedeutet, aber im Endeffekt natürlich super für den Verein ist“, sagt Hagen.
Einstimmung auf die Kilbi
Aktuell gibt es mit dem Kilbifäscht am kommenden Samstag in Lustenau wieder ein Fest, bei dem Hagen mithelfen wird. Das Fest findet immer einen Tag vor der Lustenauer Kilbi statt. Besonders für die Jugend ist es eine beliebte Veranstaltung, bei der getanzt und gefeiert wird. „Ich treffe dort Leute, die ich sonst nicht so oft sehe. Für mich ist das Kilbifäscht eine gute Einstimmung auf die Kilbi am Sonntag,“ sagt der Lustenauer. Während dem Fest bin ich zwar am Arbeiten hinter der Bar, trotzdem werde ich Zeit finden, ein wenig mitzufeiern.“
Neben seinem Beruf als Tischlereitechniker und seiner ehrenamtlichen Gastronomietätigkeit ist er auch im Tischtennisverein in Lustenau. Der mehrfache Junioren-Landesmeister trainiert bis zu drei Mal pro Woche. Und auch dort übernimmt er eine Aufgabe, und zwar als Sportwart.
Am kommenden Sonntag wird ausnahmsweise nicht gearbeitet: „Ich werde den Tag mit meinen Freunden als Gast auf der Kilbi verbringen. Am Montag habe ich mir vorsichtshalber schon mal frei genommen“, sagt Hagen.
Für mich ist ein Verein ein guter Ort, um Freunde zu finden.
Lukas Hagen
Zur Person
Lukas Hagen
Alter: 24
Spitzname: Luki
Ausbildung: Tischlereitechniker
Familienstand: ledig
Wohnort: Lustenau
Hobbys: Tischtennis