„Alpbach verändert dich“

19.08.2016 • 17:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Neben ihrem Job in Wien kümmert sich Rinner das ganze Jahr über um die Vereinsarbeit. Foto: privat
Neben ihrem Job in Wien kümmert sich Rinner das ganze Jahr über um die Vereinsarbeit. Foto: privat

Die 28-jährige Eva Nicola Rinner ist Präsidentin des Club Alpbach Vorarlberg.

wien. (VN-ram) „Es ist ungemein spannend, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, egal ob Politiker, Wissenschaftler oder Studenten, auf Augenhöhe miteinander diskutieren“, fasst Eva Nicola Rinner das für sie Faszinierende am Europäischen Forum Alpbach zusammen. Am Sonntag findet die feierliche Eröffnung statt, das Generalthema lautet „Neue Aufklärung“. Rund 700 Sprecher sind heuer dabei, darunter neben zahlreichen nationalen Ministern auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, EU-Digitalkommissar Günther Oettinger und der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis.

Unterschiedliche Bereiche

Seit dem Vorjahr ist Rinner Präsidentin des Club Alpbach Vorarlberg. „Wir vergeben Stipendien für Studenten, aber auch Menschen in Ausbildung mit einem VorarlbergBezug, um ihnen die Teilnahme zu ermöglichen“, erklärt die Eggerin die Tätigkeit des Vereins. Wie die Teilbereiche und die Sprecher, kommen auch die vom Club Alpbach Vorarlberg ausgewählten Stipendiaten aus unterschiedlichen Studienrichtungen und Bereichen. „Darauf wird viel Wert gelegt“, sagt Rinner. Schließlich sei es gerade der Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Bereichen, der das Forum ausmache. „Damit wird Offenheit gefördert.“

Wenn die 28-Jährige über die interdisziplinäre Plattform spricht, merkt man sofort ihre Begeisterung. „So ein Besuch in Alpbach verändert dich einfach“, meint sie. 2012 reiste sie selbst als Stipendiatin zum ersten Mal ins Tiroler Bergdorf. Heute engagiert sie sich neben ihrem Vollzeit-Job das ganze Jahr über ehrenamtlich für den Club Alpbach Vorarlberg. Der Verein kümmert sich auch um Unterbringung der Stipendiaten und die sogenannten Kamingespräche, also Diskussionsrunden mit spannenden Persönlichkeiten im kleinen Rahmen. Heuer schauen beispielsweise David Nussbaum (Geschäftsführer vom WWF Großbritannien), der Journalist und Fernsehmoderator Markus Mooslechner oder die palästinensische Aktivistin und Politikerin Ashravi Hanan vorbei und diskutieren mit den zwölf jungen Menschen über verschiedene Themen. „Das wird sicher sehr spannend“, ist Rinner überzeugt.

Als Präsidentin obliegen der Wahl-Wienerin vor allem repräsentative, aber auch organisatorische Aufgaben. Wie sie das alles neben ihrer beruflichen Tätigkeit
im Kundenmanagement beim Nahrungsmittelhersteller Mondelez International in Wien stemmt? „Die Motivation ist einfach da. Außerdem bekomme ich sehr viel Rückhalt durch den sechsköpfigen Vereinsvorstand. Der ist mir wirklich eine große Hilfe; als Präsidentin könnte ich allein nicht viel ausrichten“, sagt die junge Frau, die sich in ihrer Freizeit durch Sportarten wie Volleyball und Segeln, aber auch durch Reisen und Klavier spielen entspannen kann.

Lebensmittelpunkt Wien

„Ich habe schon lange meinen Lebensmittelpunkt in Wien“, erklärt Rinner, die in der Bundeshauptstadt Internationale Entwicklung und Volkswirtschaftslehre studiert hat. Der Wunsch, nach ihrem ersten Alpbach-Besuch vor vier Jahren selbst aktiv mitzuarbeiten – seit 2014 im Vorstand und nun an der Spitze des 66 Mitglieder zählenden Vereins – habe sich unter anderem auch dadurch ergeben, dass sie den Kontakt zu ihrer früheren Heimat etwas verloren hatte. „Durch den Verein durfte ich viele Vorarlberger kennenlernen und habe damit im Land wieder ein zweites Standbein“, freut sich die Eggerin.

Durch den Verein habe ich in Vorarlberg ein zweites Standbein.

Eva Nicola Rinner

Zur Person

Eva Nicola Rinner

Geboren: 22. September 1987

Ausbildung: Abgeschlossene Studien der Internationalen Entwicklung und der Volkswirtschaftslehre

Wohnort: Wien, geb. in Egg

Hobbys: Klavier, Volleyball, Segeln, Reisen, Lesen