Ein Herz für Sternsinger

Wetter / 01.01.2017 • 18:39 Uhr
Norbert Attenberger ist Pastoralassistent und Betreuer der Sternsinger in Bludenz Heiligkreuz und Bürs. Foto: VN
Norbert Attenberger ist Pastoralassistent und Betreuer der Sternsinger in Bludenz Heiligkreuz und Bürs. Foto: VN

Norbert Attenberger ist langjähriger Verantwortlicher bei der Sternsingeraktion.

bludenz. (VN-chc) Seit mehr als einem Jahrzehnt betreut Norbert Attenberger die Sternsinger in Bludenz Heiligkreuz auf ihren Wegen. Seit 2009 ist er auch zeitgleich für die Organisation der Sternenkinder in Bürs verantwortlich. Die Sternsingeraktion findet in Vorarlberg jedes Jahr vom 27. Dezember bis 6. Jänner statt. Norbert Attenberger ist einer von zahlreichen Betreuern im Land, die die Kinder bei den Haussegnungen begleiten. „Die Kinder haben große Freude daran. Wir spielen eine Geschichte nach, die mehr als 2000 Jahre alt ist“, sagt Attenberger. Vor allem aber werden die Kinder auch darüber informiert, worum es bei der Aktion wirklich geht: Spenden für Arme zu sammeln. „Die Kinder wissen, dass es nicht selbstverständlich, ist wie wir in Vorarlberg leben“, erklärt der 44-Jährige, „sie machen die Haussegnungen nicht, weil sie es müssen, sondern weil es ihnen Freude bereitet, und das sieht man.“ Das Wichtigste sei, dass die Spenden in guten Händen sind. Das gesammelte Geld aus ganz Vorarlberg verwaltet die katholische Jugend in Dornbirn. Mehr als 5000 Euro hat Attenberger mit den Sternsingern vergangenes Jahr in Bludenz sammeln können, in Bürs sogar 7000 Euro. Dieses Jahr steht der Landraub in Tansania im Vordergrund. „Einfach an den Kühlschrank zu gehen und sich etwas zu essen holen, das gibt es dort nicht“, erklärt er. Die Sternsingerspenden sollen helfen, die Armut zu überwinden, die Infrastruktur zu fördern und Menschenrechte zu verteidigen. „Mit den Spenden können wir wenigsten ein bisschen etwas bewirken.“

Arbeit das ganze Jahr

Die Planung der Sternsingeraktion geht für Attenberger über das ganze Jahr. „Dieses Mal habe ich unsere Erstkommunionkinder darüber informiert und Anmeldezettel in den Schulen verteilt, auch die Religionslehrer erwähnten es im Unterricht“, erklärt der Bludenzer. Im Sommer gibt es die ersten Sitzungen zur Planung der Aktion, und Anfang November wird bereits mit der Werbung gestartet. Attenberger versucht, so viele Kinder wie möglich dafür zu begeistern. In Bürs sind es 47 Buben und Mädchen, die an der Aktion teilnehmen. „Der richtige Stress beginnt dann Mitte Dezember“, sagt er. „Wenn ich aber den Glanz in den Augen der Kinder sehe, ist der Stress weg.“ Attenberger ist studierter Theologe, abgeschlossen hat er die Ausbildung an der Theologischen Fakultät in Eichstätt im benachbarten Bayern. Lange Zeit war er Kapuziner in einem Kloster in Brixen. 2004 wollte er als Pastoralassistent arbeiten. „Ich habe mich dann in Innsbruck und Feldkirch beworben. Die Stelle bekam ich dann in Feldkirch und bin in Vorarlberg geblieben“, erzählt er. Heute ist er Pastoralassistent in der Friedenskirche in Bludenz. Die Betreuung der Firmgruppen und Erstkommunionskinder, Organisation des Pfarrblättles und Beerdigungsdienste sind nur einige der Aufgaben, die Attenberger in seinem Beruf zu erledigen hat. „Mein Job ist es, den Pfarrer zu entlasten,“ erklärt er. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Organisation der Sternsinger in Bludenz Heiligkreuz.

Segeln an der Küste

Privat ist Norbert Attenberger sportlich unterwegs: Im Winter fährt er Ski, im Sommer macht er Motorradtouren und segelt. „Ich fahre im Sommer oft ans Meer, um zu segeln, vergangenes Jahr segelte ich entlang der kroatischen Küste“, erzählt der Theologe. Zu seinen Hobbys zählt auch die Betreuung der Sternsinger: „Es ist schön, gemeinsam mit Kindern Gutes zu tun.“

Der Glanz in den Augen der Kinder ist das Schönste daran.

Norbert Attenberger

Zur Person

Norbert Attenberger

ist Betreuer der Sternsinger in Bludenz Heiligkreuz und Bürs.

Geboren: 4. Jänner 1972

Ausbildung: Theologe

Beruf: Pastoralassistent

Hobbys: Segeln auf dem Meer, Skifahren, Motorradfahren