Handball als Lebenselixier

Wetter / 10.10.2017 • 19:10 Uhr
Alex Knauth mit Sohn Michael nach dessen elftem HLA-Titelgewinn. Verein
Alex Knauth mit Sohn Michael nach dessen elftem HLA-Titelgewinn. Verein

Alex Knauth ist nach 44 Jahren nun Funktionärsruheständler.

Hard Dass er mit Vornamen eigentlich Alexander Carl Werner (Anm. die Vornamen seines Großvaters und Vaters) heißt, wissen viele nicht. Er ist als „Alex“ landesweit bekannt und kann auf eine bewegte Zeit als ehrenamtlicher Funktionär im Handball zurückblicken. Nach knapp 19 Jahren, genau 6774 Tagen oder 222 Monaten, wird der Langzeitpräsident des Vorarlberger Handballverbandes (VHV) den Vorsitz an Hansjörg Füssinger übergeben.

Mit dem Handballsport kam der heute 65-jährige Harder erstmals vor 44 Jahren in Kontakt. Im legendären Café Mandy, Stammlokal der Bregenzer Handballer, lernte er Gattin Sylvia kennen. Da deren Vater selbst Schiedsrichter war und Sylvia bei den Schwarz-Weiß-Damen spielte, wurde ihm das Interesse für den Handballsport praktisch ins Ehebett gelegt. Während die eigenen Handballaktivitäten nach zwei Trainings endeten, startete er als Funktionär durch. Besonders die älteren Handballfans werden sich an die von Alex und Sylvia initiierte erste Kantine im Eingangsbereich der Schendlingerhalle erinnern. Mit der Zeit übernahm Knauth weitere Funktionen wie die Spielplangestaltung, Hallenbelegung und fungierte als Zeitnehmer und Hallensprecher („Alex the Voice“) bei Heimspielen.  

Mit der Zeit nahmen die Funktionen zu und nach einer 18-monatigen Eingewöhnungsphase als geschäftsführender Vizepräsident übernahm Knauth am 26. März 1999 das Präsidentenamt von Norbert Häfele beim VHV und vertrat fortan den VHV im österreichischen und württembergischen Handballbund sowie in anderen Institutionen, etwa als Mitglied im Landessportbeirat Vorarlberg. Von 1998 bis 2003 war der Multifunktionär ÖHB-Vizepräsident.   

Keine Sekunde missen

Trotz des extrem intensiven Lebensabschnitts will der Inhaber einer Handelsagentur keinen Tag seiner Funktionärslaufbahn missen. „Für mich war es stets eine Ehre und gleichzeitig eine Herausforderung, mit meinem Engagement ein Teil einer funktionierenden Einheit zu sein. Der Handball hat nicht nur meinen Werdegang, sondern auch jenen meiner Familie geprägt. Ein großer Dank gilt meiner Frau, die mir stets wohlwollend zur Seite stand. Jetzt beginnt für mich jene Epoche, in der ich als Ruheständler Spiele in Hard und Bregenz genießen kann und hoffe, dass Vorarlberg nach den 15 Titelgewinnen in meiner Amtszeit seinen Nummer-eins-Status weiter ausbaut.“ VN-JD

Zur Person

Alexander C. W. Knauth
ist Ehrenmitglied des österreichischen Handballbundes und Ehrenpräsident von Bregenz Handball.

Geboren 29. September 1952

Wohnort Hard

Beruf Inhaber einer Handelsagentur im Bereich Heimtextilien

Familie verheiratet mit Sylvia, Kinder Michael und Melanie, drei Enkelkinder