Der richtige Umgang mit Hunden im Winter

Wissen / 14.12.2012 • 17:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hunde kommen gewöhnlich mit dem Schnee gut zurecht. Foto: Vn/Hartinger
Hunde kommen gewöhnlich mit dem Schnee gut zurecht. Foto: Vn/Hartinger

Vierbeiner haben grundsätzlich mit der weißen Pracht ihre Freude.

Wien. In den vergangenen Tagen hat in Österreich der Winter Einzug gehalten. Menschen können sich mit warmer Kleidung und Schuhen vor Kälte und Nässe schützen, Hunde haben allerdings teilweise nur ein dünnes Fell und an den Pfoten können Streusalz und Eisklümpchen zu Schmerzen führen. Der Verein Pfotenhilfe gibt Tipps, worauf Hundehalter in der kalten Jahreszeit achten sollten.

Im Winter wird besonders in den Städten viel Salz gestreut. Dieses macht die Hundepfoten rissig und das Ablecken ist ungesund für die Tiere. Der einfachste und für den Hund angenehmste Weg ist es, auf Feld- und Waldwege auszuweichen und salzbestreute Wege zu meiden. Das ist aber gerade in der Stadt oft nicht möglich. Den besten Schutz bieten Hundeschuhe, die im Fachhandel oder beim Tierarzt erhältlich sind. „Viele Hunde gewöhnen sich schnell an diese und sie schützen auch vor Eisklumpen zwischen den Zehen der Hunde sowie vor Streusplitt“, berichtet Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins Pfotenhilfe. Bei Hunden, die Schuhe gar nicht mögen, empfiehlt es sich, überstehende Haare an den Ballen etwas zu kürzen und die Pfoten vor dem Spaziergang mit einer Creme einzuschmieren.

Mäntel für Haushunde gut

Vaseline hat gute Fetteigenschaften, wird aber aus Erdöl gewonnen und ist nicht so hochwertig wie pflanzliche Öle. Eine sehr heilsame Wirkung hat Sheabutter, allerdings sollte hier auf einen fairen Handel geachtet werden. Auch im Handel gibt es zahlreiche fertige Produkte. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Cremen auch beim Ablecken keine Probleme verursachen.

Die Anwendung von Teebaumöl ist bei Hunden umstritten, bei Katzen ist eine gesundheitsschädigende Wirkung nachgewiesen. „Wichtig ist, dass die Pfoten nach jedem Spaziergang von Steinen und Salz mit lauwarmem Wasser gereinigt werden“, so Weinand.

Nachdem Hunde heutzutage die meiste Zeit mit uns Menschen in geheizten Räumen verbringen, bilden sie keine ausreichende Unterwolle für den Winter. Bei einem gesunden Hund in Bewegung ist dies kein Problem. Bei längeren Pausen in der Kälte, bei geschwächten, schlanken und älteren Tieren sowie bei bestimmten Rassen wie dem Windhund kann es hingegen sinnvoll sein, bei Kälte einen Hundemantel zu verwenden.

Viele Hunde gewöhnen sich schnell an Hundeschuhe, die nützlich sein können.

Sonja Weinand, Pfotenhilfe