Licht aus für eine Stunde

Wissen / 22.03.2013 • 20:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wie letztes Jahr verdunkelt die Stadt Feldkirch eine Stunde lang die Schattenburg. Foto: vn/hartinger
Wie letztes Jahr verdunkelt die Stadt Feldkirch eine Stunde lang die Schattenburg. Foto: vn/hartinger

WWF Earth Hour: Heute Abend um 20.30 Uhr gehen weltweit die Lichter aus.

Heidi Rinke-Jarosch

SCHWARZACH. „Die Earth Hour ist die größte Umweltaktion der Welt und will die Menschheit wachrütteln. Wir haben alle zusammen nur diesen einen Planeten und müssen auf ihn aufpassen“, erklärt Franko Petri von WWF Österreich die vor sieben Jahren ins Leben gerufene Stunde, in der weltweit das Licht ausgeht. „Um Politik, Wirtschaft und uns selbst zu überzeugen, sollten wir alle gemeinsam ein Zeichen setzen und heute die Lichter während der Earth Hour abschalten.“ Eine Stunde lichtlos zu leben, rette zwar nicht die Umwelt, setze aber ein starkes Zeichen für den Klimaschutz.

Begonnen hat die Aktion Earth Hour, auch „Licht aus“ genannt, am 31. März 2007 in Sydney. Zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr verdunkelte die größte Stadt Australiens ihre wichtigsten Gebäude – mit dem Ziel, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Engländer folgten dem Beispiel drei Monate später, am 21. Juni 2007, dem längsten Tag des Jahres. Unter dem Motto „Lights Out in London“ wurden in der britischen Hauptstadt von 21 bis 22 Uhr zahlreiche Lichter ausgeschaltet. Ein Jahr später nahmen an dieser Umweltaktion schon an die 100 Millionen Menschen in 35 Ländern teil. 2012 verdunkelten 7000 Städte in 152 Ländern ihre Wahrzeichen – darunter die Chinesische Mauer, der Eiffelturm in Paris, die Universität in Moskau und das Schloss Schönbrunn in Wien – und erreichten insgesamt knapp zwei Milliarden Menschen. „Im Zuge der Earth Hour 2012 wurden weltweit Tausende Initiativen gestartet“, informiert Petri. „Herausragend ist die des WWF Russland, die es mit 120.000 Unterschriften schaffte, die Meeresschutzgesetzgebung zu verbessern und dadurch die Meere um Russland vor der Verschmutzung mit Öl zu schützen.“

Im Ländle wird’s finster

Der WWF hat auch dieses Jahr aufgerufen, sich an der Aktion Earth Hour zu beteiligen und damit ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Und so werden Städte, Gemeinden, Vereine, Institutionen, Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen auf der ganzen Welt heute Abend um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter abdrehen.

In Österreich beteiligen sich alle Landeshauptstädte an der Aktion. In Wien, beispielsweise, werden das Schloss Schönbrunn mit der Gloriette, das Schloss Belvedere, der Arsenalturm und 14 Luxushotels dunkel, in Graz der Uhrturm und der Schlossberg, in Innsbruck das Goldene Dachl. Salzburg löscht die Lichter der Festung Hohensalzburg. Die Stadt Bregenz schaltet wie im vergangenen Jahr die Beleuchtung des Martinsturms ab.

„Licht aus“ heißt es aber nicht nur in Vorarlbergs Landeshauptstadt. Unter anderem ist – wie letztes Jahr – auch die Stadt Feldkirch wieder dabei und verdunkelt die Schattenburg. Die Lichter in allen öffentlichen Gebäuden werden in der Marktgemeinde Götzis ausgeschaltet. In Hard wird es im Textildruckmuseum Mittelweiherburg und im Wasserturm zappenduster. Für eine Stunde finster werden auch die Orte Hittisau und Sulzberg.

Eine Stunde lichtlos zu leben, rettet zwar nicht die Umwelt, setzt aber ein starkes Zeichen für den Klimaschutz.

Franko Petri, WWF Österreich

Stichwort

Earth Hour

Die Earth Hour ist die größte weltweite Aktion für den Klimaschutz und findet zum siebenten Mal statt. Der WWF ruft wieder alle Gemeinden Österreichs und alle Privatpersonen auf, sich zu beteiligen. Infos unter
www.earthhour.at