Hunde entwickeln sich ähnlich wie Menschen

Wissen / 04.04.2014 • 15:51 Uhr

Zwischen Hund und Halter entdeckt man viele Ähnlichkeiten.

wien. Wiener Forscher haben erstmals die Entwicklung der Aufmerksamkeit von Hunden im Laufe ihres Lebens untersucht und dabei gezeigt, dass es auch hier starke Parallelen zur Entwicklung beim Menschen gibt. Lisa Wallis und ihre Kollegen vom Messerli Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinischen Universität Wien untersuchten 145 Border Collies verschiedener Altersgruppen (sechs Monate bis 14 Jahre) im “Clever Dog Lab” in mehreren Tests und ermittelten, wie sich ihre Aufmerksamkeit über die Lebenszeit verändert.

Es stellte sich heraus, dass alle Hunde zu Beginn ähnlich rasch auf einen neuen Reiz reagierten, ältere Tiere aber schneller das Interesse daran verloren als jüngere. Weiters zeigte sich, dass die “soziale” Aufmerksamkeit bei allen Hunden größer war als die “nicht-soziale”. “Sie achten im Schnitt also eher auf Objekte, die von Personen benutzt werden, als auf Objekte ohne Personen”, erklärt Wallis, die auch darauf verweist, dass ältere Hunde genauso wie reifere Menschen eine gewisse Gelassenheit zeigen und nicht so rasch aus der Ruhe zu bringen sind wie jüngere Hunde.

Sensomotorische Fähigkeiten

Bei einem Test über die selektive Aufmerksamkeit der Tiere erwiesen sich die sensomotorischen Fähigkeiten von Hunden mittleren Alters (drei bis sechs Jahre) auf einem Höchstniveau. Bei älteren Hunden sind es wahrscheinlich die motorischen Fähigkeiten, die mit dem Alter nachlassen.

Laut Wallis gibt es beim Menschen im Alter zwischen 20 und 39 einen vergleichbaren Höhepunkt der sensomotorischen Fähigkeiten.