Drohnen sollen künftig Retter unterstützen

Wissen / 12.02.2016 • 15:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wissenschafter haben eine neue Software entwickelt.

Zürich. Schweizer Forscher haben eine Software entwickelt, mit der Drohnen selbstständig Waldwegen folgen und nach Vermissten suchen können. Das würde die Suche in Wäldern und Berggebieten beschleunigen und verein-fachen. Die Drohnen könn-
ten die Rettungskräfte ergänzen und in großer Zahl in kurzer Zeit große Gebiete absuchen. Die Herausforderung für autonome Drohnen im Wald ist, dass jeder noch so kleine Fehler einen Absturz zur Folge haben kann. „Roboter brauchen darum ein leistungsfähiges Gehirn, um die komplexe Welt, die sie umgibt, zu verstehen“, erklärte Davide Scaramuzza von der Universität Zürich. Die Drohne nimmt ihre Umgebung mit zwei kleinen Kameras auf. Die Software erkennt in den Aufnahmen vom Menschen gemachte Wege und steuert die Drohne, um ihnen zu folgen. Dabei sei es für einen Computer extrem schwierig, ein Bild einer komplexen Umgebung wie zum Beispiel einem Wald zu verarbeiten, sagte Alessandro Giusti vom „Dalle Molle Institute for Artificial Intelligence“. Um dieses Problem zu lösen, nutzten die Forscher ein sogenanntes „tiefes neuronales Netzwerk“. Dabei handelt es sich um einen Algorithmus, der ähnlich wie das menschliche Gehirn anhand von Übungsbeispielen lernt, Aufgaben zu lösen.

Bis zum Einsatz der Drohnen als fliegende Spürhunde wird noch einige Zeit vergehen. Es seien noch viele technische Herausforderungen zu bewältigen, so die Forscher.