Neue Menschengattung auf Philippinen entdeckt

12.04.2019 • 13:34 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Forscher stießen in der Cavo-Höhle auf die Überreste des Homo luzonensis. APA
Forscher stießen in der Cavo-Höhle auf die Überreste des Homo luzonensis. APA

Manila Forscher haben auf den Philippinen eine bisher unbekannte menschliche Spezies entdeckt. Der Homo luzonensis sei kein direkter Vorfahr, sondern ein entfernter Verwandter des Menschen, schrieben die Forscher in einem Beitrag für die Fachzeitschrift „Nature“. Er habe vor rund 50.000 Jahren auf der Insel Luzon gelebt, nach der er benannt wurde. Die Entdeckung untermauert die Theorie, wonach die menschliche Entwicklung nicht wie früher angenommen linear verlief. „Der bemerkenswerte Fund wird zweifellos zahlreiche wissenschaftliche Diskussionen entfachen“, sagte Matthew Tocheri, Anthropologe an der kanadischen Lakehead University. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass der Homo erectus vor 1,5 bis zwei Millionen Jahren aus Afrika auswanderte, während andere Menschengattungen auf dem Kontinent blieben und schließlich ausstarben. Funde der vergangenen Jahre haben diese Theorie jedoch widerlegt.