„Ich habe alles auf die Karte Musik gesetzt“

19.11.2015 • 12:28 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Daniel Wirtz steht am 12. Dezember in Schruns auf der Bühne.  Foto: veranstalter
Daniel Wirtz steht am 12. Dezember in Schruns auf der Bühne.
Foto: veranstalter

Cooler Sound in kühlem Ambiente: Daniel Wirtz gibt ein Konzert im Montafon.

schwarzach. (VN) Vom 4. bis 13. Dezember findet in Schruns der FIS-Weltcup statt. Neben spannenden Bewerben gibt’s auch viel Musik, unter anderem vom deutschen Sänger Daniel Wirtz. Der Künstler im Interview.  

Du hast durch die Fernsehsendung „Sing meinen Song“ einen ziemlichen Karriereschub gemacht, hättest du das erwartet?

Wirtz: Ich empfinde den Karriereschub gar nicht als so gewaltig. Es war eigentlich eher so, dass wir mithilfe der Sendung ein, zwei Entwicklungsstufen übersprungen haben. Aber es war ja auch davor so, dass mit jedem Album und auf jeder Tour an die 30 Prozent an Leuten dazugekommen sind. Aber okay, „Sing meinen Song“ hat dafür gesorgt, dass wir auf einen Schlag eine ganze Menge Menschen erreicht haben, die wir uns sonst vielleicht gar nicht erspielen hätten können, weil sie uns gar nicht gekannt hätten.

Vor einigen Jahren bist du auch bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ aufgetreten . . .

Wirtz:  Genau. Bei Festivalshows ist immer ein bisschen Überwindung dabei, denn ich erzähle ja sehr persönliche Geschichten und ziehe mich gewissermaßen emotional vor den Menschen aus. Vor „Fremden“ macht man das natürlich nicht so gerne. Einige Leute freuen sich auf dein Konzert, ein paar warten nur auf den nächsten Act und andere haben gar keinen Bock auf dich. Die alle auf deine Seite zu ziehen, zu erreichen und zu berühren – das ist harte Arbeit. Wenn es dann aber klappt und du merkst, wie Song für Song mehr Leute mit der Musik mitgehen, ist das schon echt ein irres Gefühl.

Woher nimmst du die Ideen für deine Songs?

Wirtz: Bei mir muss alles für die Inspiration herhalten. Es geht um die Herausforderungen des Alltags, die kleinen Probleme und Schwierigkeiten, mit denen jeder konfrontiert ist. So wird in meinen Songs auch alles verwertet, das mir in meinem Leben begegnet.

Was wärst du jetzt von Beruf, wenn du nicht Musiker geworden wärst?

Wirtz: Plan B gab es schon früh keinen mehr. Ich habe alles auf die Karte Musik gesetzt. Die Begeisterung meiner Eltern war anfangs nicht sehr groß . . . Aber eine zweite Option gab es schon mal: Ich wollte Rennfahrer werden. Hätte meinen Eltern aber wohl auch nicht besser gefallen (lacht).

Welche Songs müssen für dich bei einem Konzert immer dabei sein?

Wirtz: Da gibt’s schon ein paar Klassiker, ohne die mich die Leute nicht aus der Halle lassen würden. „Mon Amour“, „Keine Angst“ oder „Frei“ zum Beispiel. Die Nummern machen uns selbst auch noch immer viel Spaß.  

Demnächst bist du beim Weltcup Montafon auf der Bühne zu erleben. Was erwartest du von deinem Auftritt?

Wirtz: Ich lasse gerne alles auf mich zukommen, aber ich denke, dass es wohl der kälteste Gig wird, den wir je gespielt haben. Und ich kenne Snowboarder als hart abgehende Menge, darum erwarte ich schon, dass es eine ziemlich krasse Geschichte wird. (lacht)

Fährst du selber auch Ski oder Snowboard?

Wirtz: Ja, ich bin leidenschaftlicher Snowboarder. 

Wird man dich auch beim Weltcup Montafon auf der Piste sehen?

Wirtz: Wenn der Zeitplan es erlaubt und der Veranstalter mir ein Board organisiert, wird man mich sicher nicht davon abhalten können.

Was verbindest du mit Österreich?

Wirtz: Berge, Pulverschnee, Kaiserwetter. Dazu Jagertee, Kaiserschmarrn und Après-Ski.

Zur Person

Daniel Wirtz

Geboren: 19. Oktober 1975 in Heinsberg, Deutschland

Beruf: Sänger und Songwriter

Aktuelles Album: Auf die Plätze, fertig, los!

Karten: www.weltcup-montafon.at, Musikladen (05522/41000)