„Dialekt gehört zu uns, wie Salz zum Tequila“

28.07.2016 • 10:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christoph Bitschnau und Jürgen Ganahl texten und komponieren alle Songs gemeinsam.  Foto: Werner Branz Photographie
Christoph Bitschnau und Jürgen Ganahl texten und komponieren alle Songs gemeinsam. Foto: Werner Branz Photographie

Krauthobel präsentieren demnächst beim großen Open-Air in Schruns ihre neue CD.

Tanja Schwendinger

schwarzach. Am 14. August 2016 erwarten gleich drei Highlights die Besucher des Krauthobel Open-Air-Konzerts am Schrunser Kirchplatz: Die Montafoner Mundart Band Krauthobel feiert ihren 20. Geburtstag. Als Geschenk an alle Fans werden sie ihr neues Studioalbum live auf dem Kirchplatz in Schruns präsentieren. Zu einer Feier gehören auch immer spezielle Gäste, heuer werden Bluatschink & Band, langjährige Musikerfreunde von Krauthobel, den Konzertabend noch einzigartiger und sicherlich unvergesslich machen. Für die Montafoner Vollblutmusiker hat es bereits Tradition, und es ist jedes Mal ein bedeutungsvoller Augenblick, wenn sie wortwörtlich „dahem“, ihre selbst getexteten wie komponierten Lieder im Montafoner Dialekt präsentieren dürfen. Die VN haben mit den Krauthobel-Mitgliedern Jürgen Ganahl (Gesang, Gitarre) und Christoph Bitschnau (Bass, Chor) vorab gesprochen.

Ihr feiert 20-jähriges Bandjubiläum. Wie hat sich Krauthobel in zwei Jahrzehnten verändert bzw. weiterentwickelt?

Krauthobel: 20 Jahre Krauthobel sind eine lange Zeit, und es ist auch für uns sehr schön, unser Jubiläum zu feiern. Natürlich bleibt man nicht stehen, und wir versuchen musikalisch immer wieder einen Schritt weiterzugehen. Wir hoffen, dass uns dies mit unserem neuen Krauthobel-Album „Zalbander“ gelungen ist.

Ihr werdet Euer neues Album live am Kirchplatz in Schruns präsentieren. Auf was darf man sich freuen?

krauthobel: Unser neues Album beinhaltet zehn neue Songs, die wir wieder im Montafoner Dialekt selbst getextet und komponiert haben. Beim Open-Air werden wir erstmals fünf bis sechs neue Lieder daraus live präsentieren.

Wie ist das Album überhaupt entstanden? Was inspiriert Euch?

Krauthobel: Wir haben unsere Ideen der letzten zwei Jahre gesammelt und dann vorwiegend in unserem „Krautstudio“ (Proberaum) in Schruns aufgenommen, und umgesetzt. Fast immer beschäftigen wir uns mit Themen aus eigenen Erfahrungen, beziehungsweise jene, die das Leben schreibt. 

Ihr musiziert nun schon so lange miteinander. Welche Erlebnisse sindEuch besonders in Erinnerung geblieben?

Krauthobel: Wir durften schon einmal für eine adelige Familie ein Privatkonzert geben. Natürlich ist aber unser Open-Air auf dem Kirchplatz in Schruns jedes Jahr ein besonderes Erlebnis.

Wie wichtig ist Euch der Montafoner Dialekt in eurer Musik?

Krauthobel: Zu Krauthobel gehört der Montafoner Dialekt wie das Salz zum Tequila. Uns ist es aber auch ein persönliches Anliegen, dass die Mundart erhalten bleibt. Wir hoffen, mit unseren Liedern einen kleinen Beitrag dazu zu leisten.

Habt Ihr Vorbilder?

Krauthobel: Wir kommen alle aus der Rockmusik, die wir immer noch gerne hören. Zum Beispiel Led Zeppelin, U2, Black Sabbath oder Pink Floyd.

Für jene, die Euch vielleicht noch nie gesehen haben: Was macht ein typisches Kraut­hobel-Konzert aus?

Krauthobel: Unsere Musik und Bühnenshow zu vereinen und mit unseren Fans schöne Momente zu teilen.

Was dürfen sich die Zuschauer von Eurem Konzert im Montafon erwarten?

Krauthobel: Auch in diesem Jahr reicht unser Programm von stimmungsvollen Liedern über melodiöse Heimat­lieder bis hin zu rockigen Nummern. Wir sind ganz stolz darauf, dass bei unserem 20-jährigen Jubiläum auch Bluatschink & Band, langjährige Musikerfreunde von uns, dabei sein werden.

Zur Person

Jürgen Ganahl

Geboren: 31. Oktober 1965

Wohnort: Schruns

Part bei Krauthobel:Gesang, Gitarre

Sternzeichen: Skorpion

Christoph Bitschnau

Geboren: 7. Juli 1964

Wohnort: Schruns

Part bei Krauthobel: Bass, Chor

Sternzeichen: Krebs

Jubiläums-Open-Air und CD-Präsentation von Krauthobel, am 14. August, 20 Uhr, am Kirchplatz in Schruns; Tickets: Musikladen Kartenbüro