Cartes Postales – Tanzaustausch mit Konservatorium Paris

Zett_Be / 20.04.2018 • 10:11 Uhr / 8 Minuten Lesezeit
Der erste Auftritt bei „Stadt der Kinder“ im Juni 2017.Ballettschule Monika
Der erste Auftritt bei „Stadt der Kinder“ im Juni 2017.Ballettschule Monika

Kulturaustausch zwischen Bregenzer und Pariser TänzerInnen.

Bregenz Die Bregenzer Choreographin und Tanzpädagogin Monika Mayer-Pavlidis konnte über ihr Netzwerk in Paris ein Austauschprojekt mit dem Pariser Konservatorium aktivieren. Es handelt sich dabei um ein Research-Projekt, welches im September 2017 begonnen hat und noch bis Juni 2018 läuft. Alle Beteiligten haben sich mit der Heimatstadt und deren Facetten auseinandergesetzt. Die Beteiligten haben die für sie wichtigen Punkte wie Sehenswürdigkeiten, kulturelle Einrichtungen, die Natur, der See, der Geruch der Stadt etc. in dieses Projekt eingebracht. Die dadurch entstandenen Choreographien wurden einstudiert und notiert (siehe Notation). Nach der Fertigstellung wurde die Notation zwischen Bregenz und Paris ausgetauscht und ausschließlich mit dieser schriftlichen Unterlage mussten die TänzerInnen die Choreographie der Partnergruppe erlernen. Am Ende werden die Resultate ausgetauscht und verglichen. Es ist somit nicht nur ein Anspruch an die kreative Arbeit durch den Tanz, welcher meist visuell erlernt wird, sondern verlangt auch von den Tänzerinnen eine intensive Entwicklung der Vorstellungskraft, da die Choreographie nur notiert zur Verfügung steht.

Dieses internationale Projekt fördert nicht nur den tänzerischen Austausch, sondern es erlaubt auch den Beteiligten, sich künstlerisch sehr intensiv mit Tanz zu beschäftigen und damit ihre Stadt zu präsentieren und gleichzeitig die persönlichen Kompetenzen wie Empathie, Kreativität, Genauigkeit, Teamfähigkeit etc. weiterzuentwickeln. Im Jänner 2017 wurde dieses Projekt in der Ballettschule Monika ausgeschrieben. Final fanden sich zwei Gruppen, die aus zehn bzw. 13 Personen bestehen. „Wir haben seit März 2017 eine zusätzliche Probe pro Woche, in der wir uns nur mit diesem Projekt beschäftigen. Obwohl wir in der Schule viel zu tun haben, sind wir alle immer auf die Proben gekommen und es war eine super Stimmung“, so Cecilia.

Ein Teil der Choreographie wurde bei „Stadt der Kinder 2017“ in der Bregenzer Innenstadt präsentiert. Wir waren neugierig, wie die Zuschauer auf unseren neuen Tanzstil reagieren werden.

Zusätzliche Proben und Ausdauer

Am Anfang stand ein gemeinsames Brainstorming, um Eindrücke, Sehenswürdigkeiten, Gerüche, Geräusche etc. zu und um Bregenz zu sammeln. Durch konstruktive Diskussionen entschieden die TänzerInnen, dass sie mit Adjektiven zu Bregenz arbeiten wollen.

Durch einen weiteren Prozess des Austausches erklärten die TänzerInnen, dass Bregenz für sie bunt, frei, romantisch und geheimnisvoll sei und sie das vertanzen wollen. Anfangs war die Bewegungssuche der TeilnehmerInnen etwas zurückhaltend bzw. schüchtern. Doch mit jeder Probe gewannen sie mehr Vertrauen in ihre eigenen Ideen und konnten teilweise sehr schnell gemeinsam einen Bewegungsablauf finden. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich verschiedene Musikstücke verwendet, um sicherzugehen, dass die TänzerInnen sich vorerst nur auf die Adjektive und den zu entwickelnden Bewegungen konzentrieren“, so Monika Mayer-Pavlidis.

Zwei Musikstücke

Erst im zweiten Drittel des Research-Programmes haben wir die Musik fixiert. Unsere Wahl fiel auf zwei Musikstücke, wobei eines klassisch und das andere modern war. Ab diesem Zeitpunkt wechselten die Stunden vom Research-Modus zum Übungs-Modus. In den Proben wurden nun die fixierten Bewegungen um Ausdruck und Emotion erweitert. „Der Auftritt im Sommer in Bregenz und im Dezember auf der Tanzperformance gab uns die Bestätigung, dass wir etwas Besonderes entwickelt haben und ich bin so glücklich, dass ich dabei sein konnte“, meint Lenja.

Ich unterrichte seit 28 Jahren in Bregenz und mir ist es ein großes Anliegen, dass Tanz für jeden zugänglich ist. Tanz soll in erster Linie Freude bereiten und den Menschen in seiner Persönlichkeit stärken. Dieses Projekt fördert den kulturellen Austausch junger Menschen, die ein gemeinsames Hobby haben und den Tanz als universelle Sprache nützen. Prof. Monika Mayer-Pavlidis, Choreographin und Tänzerin, www.ballettschule-monika.at

Ich unterrichte seit 28 Jahren in Bregenz und mir ist es ein großes Anliegen, dass Tanz für jeden zugänglich ist. Tanz soll in erster Linie Freude bereiten und den Menschen in seiner Persönlichkeit stärken. Dieses Projekt fördert den kulturellen Austausch junger Menschen, die ein gemeinsames Hobby haben und den Tanz als universelle Sprache nützen. Prof. Monika Mayer-Pavlidis, Choreographin und Tänzerin, www.ballettschule-monika.at

Ein Teil der Notation unseres Tanzes.
Ein Teil der Notation unseres Tanzes.
Ich tanze schon sehr lange und das Besondere für mich in diesem Projekt war, dass wir viel selber entscheiden und ausprobieren durften. Es war anders als sonst, weil wir uns selber die Tanzbewegungen suchen mussten und keine bisher erlernten Schritte verwendet wurden. Ida Kinzel, 13 Jahre Bregenz

Ich tanze schon sehr lange und das Besondere für mich in diesem Projekt war, dass wir viel selber entscheiden und ausprobieren durften. Es war anders als sonst, weil wir uns selber die Tanzbewegungen suchen mussten und keine bisher erlernten Schritte verwendet wurden. Ida Kinzel, 13 Jahre Bregenz

Es war sehr ungewöhnlich, da unsere Tanzlehrerin uns keine Choreographie zeigte, sondern wir mussten zuerst gemeinsam Adjektive sammeln, welche zu Bregenz passen. Wir haben uns dann auf vier Adjektive geeinigt und diese in Bewegungen umgesetzt. Aus diesen verschiedenen Bewegungen ist dann unser Tanz entstanden. Theresa Armellini, 13 Jahre, Hard

Es war sehr ungewöhnlich, da unsere Tanzlehrerin uns keine Choreographie zeigte, sondern wir mussten zuerst gemeinsam Adjektive sammeln, welche zu Bregenz passen. Wir haben uns dann auf vier Adjektive geeinigt und diese in Bewegungen umgesetzt. Aus diesen verschiedenen Bewegungen ist dann unser Tanz entstanden. Theresa Armellini, 13 Jahre, Hard

Ich tanzte seit acht Jahren Garde, Ballett und Modern Jazzdance. Bei diesem Projekt lief jedoch alles anders, als ich es gewohnt war. Es hat mir aber sehr gut gefallen, weil wir unsere eigenen Ideen einbringen konnten und so entstand meiner Meinung nach ein toller Tanz. Unseren ersten Auftritt mit dieser Choreographie hatten wir letztes Jahr im Sommer mitten in der Stadt. Cecilia Orzech, 14 Jahre, Kennelbach

Ich tanzte seit acht Jahren Garde, Ballett und Modern Jazzdance. Bei diesem Projekt lief jedoch alles anders, als ich es gewohnt war. Es hat mir aber sehr gut gefallen, weil wir unsere eigenen Ideen einbringen konnten und so entstand meiner Meinung nach ein toller Tanz. Unseren ersten Auftritt mit dieser Choreographie hatten wir letztes Jahr im Sommer mitten in der Stadt. Cecilia Orzech, 14 Jahre, Kennelbach

Ich meldete mich für dieses Projekt an, weil ich es spannend fand, was am Schluss herauskommt, wenn wir selber Bewegungen finden müssen und dann noch einen Tanz „lesen“ können müssen. Außerdem habe ich noch nie bei so einem Projekt mitgemacht. Ich bin froh, dass ich mich getraut habe, mitzumachen. Lina Baldauf, 13 Jahre, Hard

Ich meldete mich für dieses Projekt an, weil ich es spannend fand, was am Schluss herauskommt, wenn wir selber Bewegungen finden müssen und dann noch einen Tanz „lesen“ können müssen. Außerdem habe ich noch nie bei so einem Projekt mitgemacht. Ich bin froh, dass ich mich getraut habe, mitzumachen. Lina Baldauf, 13 Jahre, Hard

Als ich hörte, es gibt ein neues Projekt, war ich sehr neugierig und fand es total interessant, mal etwas ganz anderes auszuprobieren, was ich zuvor noch nie gemacht habe. Ich fand es auch super, dass wir dieses Mal so viel selber erfinden durften und unsere Ideen in den Tanz einbauen konnten. Darum war ich sofort dabei und es war genial. Lenja Jussel, 13 Jahre, Lauterach

Als ich hörte, es gibt ein neues Projekt, war ich sehr neugierig und fand es total interessant, mal etwas ganz anderes auszuprobieren, was ich zuvor noch nie gemacht habe. Ich fand es auch super, dass wir dieses Mal so viel selber erfinden durften und unsere Ideen in den Tanz einbauen konnten. Darum war ich sofort dabei und es war genial. Lenja Jussel, 13 Jahre, Lauterach

Ich tanze noch nicht sehr lange und konnte mir am Anfang gar nicht vorstellen, was man in diesem Projekt machen wird. Ich war aber sehr neugierig und darum habe ich mich angemeldet. Ich habe viel gelernt. Wir haben viel geprobt und dabei habe ich gelernt, mich genau mit den anderen abzustimmen und mit ihnen gleichmäßig zu sein. Ebenfalls erfuhr ich, wie genau man auf die Musik hören muss, damit alle gleichmäßig sind. Sarah Tahric, 12 Jahre, Lauterach

Ich tanze noch nicht sehr lange und konnte mir am Anfang gar nicht vorstellen, was man in diesem Projekt machen wird. Ich war aber sehr neugierig und darum habe ich mich angemeldet. Ich habe viel gelernt. Wir haben viel geprobt und dabei habe ich gelernt, mich genau mit den anderen abzustimmen und mit ihnen gleichmäßig zu sein. Ebenfalls erfuhr ich, wie genau man auf die Musik hören muss, damit alle gleichmäßig sind. Sarah Tahric, 12 Jahre, Lauterach

Ich tanze schon einige Jahre und hatte noch nie mit Tänzern aus Frankreich zu tun. Darum war ich sehr neugierig, wie diese das Projekt umsetzen werden. Die Franzosen haben Bewegungen zu einem Liedtext bekommen und wir mussten uns die Worte selber suchen. Wir haben die Choreographie aus Paris auf Französisch bekommen, zum Glück hat unsere Tanzlehrerin das für uns übersetzt. Noemi Gmeiner, 13 Jahre, Lauterach

Ich tanze schon einige Jahre und hatte noch nie mit Tänzern aus Frankreich zu tun. Darum war ich sehr neugierig, wie diese das Projekt umsetzen werden. Die Franzosen haben Bewegungen zu einem Liedtext bekommen und wir mussten uns die Worte selber suchen. Wir haben die Choreographie aus Paris auf Französisch bekommen, zum Glück hat unsere Tanzlehrerin das für uns übersetzt. Noemi Gmeiner, 13 Jahre, Lauterach

Ich tanze jetzt das dritte Jahr in der Ballettschule Monika. Bei diesem Projekt interessierte mich, wie man einen Tanz aufschreiben kann und wie dann andere diesen nachtanzen können. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird, denn wir haben auf Grund von Adjektiven wie bunt, frei, geheimnisvoll und romantisch Tanzbewegungen gesucht und die Pariser TänzerInnen tanzten einen Liedtext. Flora Reicht, 12 Jahre, Hard

Ich tanze jetzt das dritte Jahr in der Ballettschule Monika. Bei diesem Projekt interessierte mich, wie man einen Tanz aufschreiben kann und wie dann andere diesen nachtanzen können. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird, denn wir haben auf Grund von Adjektiven wie bunt, frei, geheimnisvoll und romantisch Tanzbewegungen gesucht und die Pariser TänzerInnen tanzten einen Liedtext. Flora Reicht, 12 Jahre, Hard

Veranstaltungen

Filmvorführung des Projekts „Cartes Postales“ 21. April 2018, 17 Uhr, Magazin 4, Bregenz, Eintritt frei, Gast: Elisabeth Schwartz aus Paris

Nächster Auftritt „Power of Dance – GEMEINSAM FEIERN“, 29. April 2018, 17 Uhr, Festspielhaus Bregenz, Tickets unter www.laendleticket.com und bei allen Sparkassen und Raiffeisenbanken