Versickerung von Regenwasser

25.08.2016 • 09:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Versickerung von Regenwasser ist aus ökologischen Gründen begrüßenswert. Foto: Shutterstock
Die Versickerung von Regenwasser ist aus ökologischen Gründen begrüßenswert. Foto: Shutterstock

Ökologie. Regenwasser, das von versiegelten Flächen abfließt, kann in vielen Fällen gezielt in den Boden versickert werden.

Die Versickerung von Regenwasser über eine belebte, begrünte Bodenschicht ist im ökologischen Maßnahmenkatalog der Wohnbauförderung als Beitrag zur Erlangung von Ökopunkten enthalten. Die Broschüre „Entsiegeln und Versickern – Leitfaden für den Wohnbau“, enthält wertvolle Tipps: Das Wasser wird dem Boden über Mulden, Schächte oder sogenannte Rohr-Rigolen zugeführt. Es handelt sich hierbei um Regenwasser von Dachflächen oder aus dem Überlauf von Regenwasserspeichern. Die gezielte Versickerung von Regenwasser wird auch in Fällen angewendet, in denen der Austausch von wasser-undurchlässigen Oberflächenbefestigungen zu teuer bzw. zu aufwendig ist. Die Versickerung in einer Mulde, Rohr-Rigole oder einem Schacht ist jedoch nicht überall uneingeschränkt möglich.

Voraussetzungen

für Versickerung

Der Boden muss ausreichend wasserdurchlässig, die Belange des Grundwasserschutzes müssen erfüllt sein. Der Abstand zwischen maximalem Grundwasserspiegel und der Versickerungsfläche sollte zumindest 1,0 m bis 1,5 m betragen. Der maßgebliche Grundwasserstand kann beim Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abt. Wasserwirtschaft in Bregenz, erfragt werden. Es muss ein Standort mit geeigneter Lage und Größe für eine Versickerungsanlage auf dem Grundstück vorhanden sein. Und es sollte mit vertretbarem Aufwand möglich sein, das Regenwasser an den Standort der Versickerungsanlage zu leiten. Wichtig auch zu wissen: Die Voraussetzungen für eine bewilligungsfreie Versickerung müssen bestehen bzw. eine wasserrechtliche Bewilligung muss erteilt worden sein.

Weitere Infos auf
www.vorarlberg.at