Die Reparaturrücklage

Eigentum / 01.08.2019 • 10:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In jeder Wohnanlage fallen irgendwann Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an.
In jeder Wohnanlage fallen irgendwann Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an.

Um für einen Sanierungsaufwand in Wohnanlagen gewappnet zu sein,
sind Rücklagen vorgeschrieben.

Recht Im Wohnungseigentumsgesetz (§ 31 WEG) ist für Eigentümer in Wohnanlagen die Bildung einer Rücklage zwingend vorgeschrieben. Die Mittel, die in diesen Rücklagen angespart werden, sollen für zukünftige notwendige Aufwendungen verwendet werden. In jeder Wohnanlage fallen früher oder später Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an. Dies kann vom Ausmalen des Treppenhauses über Installation neuer Beleuchtungskörper bis hin zu einer Sanierung der Fassade, Ausbesserungsarbeiten am Dach, Wärmedämmmaßnahmen oder Fenstertausch reichen. Auch wenn durch energetische Maßnahmen die Betriebskosten später sinken, sind die Sanierungsaufwände nicht zu unterschätzen.

Eigenes Konto

Die monatlichen Beiträge, die von jedem Wohnungseigen-
tümer anteilsmäßig bis jeweils
5. des Monats zu entrichten sind, werden von der Hausverwaltung nach einem nachvollziehbaren Schlüssel festgelegt. Die Festlegung der Beiträge richtet sich nach der voraussichtlichen Entwicklung der Aufwendungen. Hausverwaltungen, welche die Rücklagenverwaltung übernehmen, müssen dafür sorgen, dass die Gelder möglichst optimal – und möglichst risikoarm verzinst werden. Dies kann einerseits über ein herkömmliches Sparkonto mit einem niedrigen Zinssatz – oder auch über Wertpapiere oder Fonds, mit einem höheren Betreuungsaufwand – aber auch der Möglichkeit höherer Erträge erfolgen.

Verwalter wechseln

Bei Beendigung des Verwaltungsvertrags hat der Verwalter ohne Verzug Rechnung zu legen und den Überschuss an den neuen Verwalter oder die Eigentümergemeinschaft herauszugeben. In jedem Fall genießt jeder Wohnungseigentümer auch Minderheitsrechte, die in einem Fall einer Mehrheitsentscheidung vor Benachteiligungen schützen.