Wandel bestimmte das 32. Wirtschaftsforum

05.11.2015 • 15:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
WKV-Direktor Helmut Steurer begrüßte die Gäste. 
WKV-Direktor Helmut Steurer begrüßte die Gäste. 

600 Besucher folgten den Referenten beim Thema „Wirtschaft im Wandel“.

Bregenz. Mit dem Themenschwerpunkt des heurigen Wirtschaftsforums „Wirtschaft im Wandel“ haben die Veranstalter auch heuer den Puls der Zeit gefühlt. Das zeigten die zahlreichen begeisterten Reaktionen der Teilnehmer. Rund 600 Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Interessenvertretungen und Gesellschaft aus der ganzen Bodenseeregion folgten beeindruckt den Ausführungen der sechs Topreferenten, die das heurige Thema dieser internationalen Wirtschaftstagung aus den verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Und sie applaudierten, als der Gründer der Alpla-Werke, Alwin Lehner, mit dem von der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer und den Vorarlberger Nachrichten vergebenen „Ehrenpreis der Vorarlberger Wirtschaft für das Lebenswerk“ geehrt wurde (siehe Seite 9).

Ein wichtiger Treffpunkt

Das Wirtschaftsforum wurde auch bei der 32. Auflage seiner Rolle als wichtiger Treffpunkt gerecht und diente der äußerst bedeutsamen Vernetzung der wirtschaftlichen Kräfte in Vorarlberg. Damit leistet die größte Wirtschaftsveranstaltung des Landes auch einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag zur Stärkung des Standorts. Den Veranstaltern, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer und den Vorarlberger Nachrichten, ist es auch heuer wieder gelungen, mit Themen wie „Aber jetzt! Gestalten wir die digitale Zukunft“, „Die Zeit – der Weg zur strahlenden Marke“, „Europa wird alt: Gefahr oder Chance für die Wirtschaft?”, „Mut und Weitsicht – das Management von Veränderungen“, „Denken in Möglichkeiten – Das Museum als modernes Unternehmen“ und „Gelingt Integration? Österreich und Europa sind gefordert“ für spannende Diskussionen in den Pausen und beim abschließenden Weißwurstessen zu sorgen.

Themen der Zukunft

Gerold Riedmann, VN-Chefredakteur, zum heurigen Wirtschaftsforum: „Zahlreiche Besucher äußerten sich begeistert, dass die Themen Kommunikation, Sozialkompetenz wie auch die Themen Management der Veränderung sowie aktuelle und brennende politische Themen besprochen und erläutert wurden, die in Zukunft von größter Bedeutung sein werden.“

Wirtschaftskammerdirektor Helmut Steurer sprach in seiner Begrüßung die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an: „Lähmt der Staat unsere Wirtschaft, oder unterstützt er sie“, das sei zu hinterfragen. Und es brauche Antworten, die der Wirtschaft nützen. Er forderte eine Eindämmung der Staatsquote, die in Österreich weit höher als im Nachbarland Schweiz sei und versprach, dass die Interessenvertretung dranbleibe an diesen Themen.

Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, zum Thema des heurigen Wirtschaftsforums: „Wandel ist eine Chance, und diese Stimmung brauchen wir auch in der Bevölkerung, wir dürfen uns nicht davor fürchten. Ich sage sogar, Veränderung ist die einzige Konstante heute.“ Er sei selber überrascht gewesen, als er kürzlich eine seriöse Studie gelesen habe, die sagt: Acht von zehn Fehlentscheidungen gehen darauf zurück, dass wir nicht bereit sind, loszulassen. Wir halten fest an alten Strukturen, an alten Prozessen, und Verhaltensweisen. „Daher plädiere ich ganz klar für mehr Mut, mehr Risiko und Begeisterung für Veränderung.“

33. Wirtschaftsforum 2016

Inzwischen laufen bereits die Vorbereitungen für das nächste Vorarlberger Wirtschaftsforum an. Die Veranstaltung wird am 10. November 2016 stattfinden.

IV-Präsident Ohneberg: „Wandel ist eine große Chance.“
IV-Präsident Ohneberg: „Wandel ist eine große Chance.“
Moderatorin Angelika Böhler beim Interview mit Internetexperte und Blogger Nico Lumma.
Moderatorin Angelika Böhler beim Interview mit Internetexperte und Blogger Nico Lumma.
Spitzenvertreter aus der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitik, aus Gesellschaft und den Interessenvertretungen folgten den Referaten.
Spitzenvertreter aus der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitik, aus Gesellschaft und den Interessenvertretungen folgten den Referaten.