Wohlergehen der Erdbevölkerung

Extra / 19.09.2019 • 11:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Eine schöne Aufgabe – gemeinsam mit unseren bäuerlichen Partnern gesunde Lebensmittel in Vorarlberg herzustellen“, freut sich Familie Martin in Buch.
„Eine schöne Aufgabe – gemeinsam mit unseren bäuerlichen Partnern gesunde Lebensmittel in Vorarlberg herzustellen“, freut sich Familie Martin in Buch.

Regionaler Strukturwandel mit bäuerlichen Partnern – immer das große Ganze im Blick!

BUCH „Vorarlberg war vor einer Generation noch ein Bauernland. Ein Drittel der Bevölkerung war in der Landwirtschaft beschäftigt. Inzwischen hängt jeder zweite Arbeitsplatz vom Export ab, in manchen Branchen sind wir sogar Weltmarktführer. Wie hat sich doch unser Leben und unser Umfeld in dieser kurzen Zeit so verändert“, resümieren Claudia und Bertram Martin vom Martinshof in Buch. „Was ist aus diesen vielen kleinen Bauernhöfen und den Nachkommen von diesen Bauern geworden? Nach Angaben der Statistik Austria sind in Österreich bereits 74 % der Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich, 22 % in der Sachgütererzeugung und nur noch knapp 4 % in der Landwirtschaft beschäftigt.

Gesunde Kooperativen

„Die Zeit“ ist geprägt von einem permanenten Strukturwandel. Pointiert ausgedrückt: Wir müssen und immer wieder neu ausrichten, uns fokussieren, wir müssen konkurrenzfähig sein, dürfen nichts verschlafen, nicht dass der Zug ohne uns abfährt und die „bösen Chinesen und Amerikaner“ uns alle platt machen.“ In der Hitze des Gefechts, inmitten von Handelskriegen, brauchen wir aber auch die Zeit uns zu besinnen, um zu reflektieren und uns mit dem „Kleingedruckten“ zu beschäftigen, betont die Familie Martin. „Betrachtet man den Strukturwandel in der Landwirtschaft, so hat dieser vor allem eines, nämlich die Betriebe spezialisierter, effizienter und vor allem größer gemacht. Größere Betriebe brauchen größere vor– und nachgelagerte Bereiche. Die Wirkungskreise der Systeme vergrößern sich und eines Tages landen wir im globalen Freihandel mit TTIP, CETA, MERCOSUR und vielen mehr. Wir haben dann eines geschafft. Wir haben den kleinsten Preis! Leider berücksichtigt dieser kleinste Preis weder Tierwohl, noch Umweltstandards oder das gemeinsame Wohlergehen der Erdbevölkerung.“

Blick aufs große Ganze

„So wird zum Beispiel eine ukrainische Hühnerbrust mit einem Knochen, welcher dann in Dänemark entfernt wird, plötzlich ganz legal zur EU-Hühnerbrust und das im Wissen der Gesetzgeber! Mit schönen Bildern und diversen Floskeln wie ,streng kontrolliert, aus bäuerlicher Produktion’ upgegradet, weiß niemand, wo dieses Fleisch dann schlussendlich landet! In diesem Kontext ist es eine äußerst spannende und schöne Aufgabe, gemeinsam mit unseren bäuerlichen Partnern Lebensmittel für die Vorarlberger Bevölkerung herzustellen. Wir kommunizieren direkt mit unseren Kunden, wir öffnen unsere Türen und freuen uns über Fragen und Anregungen. Auch das mündet in Strukturwandel, in Veränderung, aber auch im Bemühen, den Blick auf das große Ganze zu bewahren.“

www.martins-hof.at