Ausgezeichneter Mediziner

Gesund / 22.05.2015 • 11:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Preisträger Dr. Klaus Gasser (l.) mit dem Präsidenten der Vorarlberger Ärztekammer, MR Dr. Michael Jonas. Foto: Veranstalter

Der Preisträger Dr. Klaus Gasser (l.) mit dem Präsidenten der Vorarlberger Ärztekammer, MR Dr. Michael Jonas. Foto: Veranstalter

Wissenschaftspreis der Ärztekammer für die beste medizinische Arbeit verliehen.

Feldkirch. Der mit 4000 Euro dotierte Wissenschaftspreis der Ärztekammer für Vorarlberg ging in diesem Jahr an Dr. Klaus Gasser. Der Preisträger ist Facharzt für Innere Medizin und seit vielen Jahren an der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des LKH Feldkirch beschäftigt. Die feierliche Übergabe des Preises fand in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Ärzte im Rahmen des jährlichen Symposiums „Medizinische Forschung in Vorarlberg“ statt. In seiner Arbeit mit dem Titel „Untersuchung der Erkrankungshäufigkeit und des zukünftigen klinischen Einflusses einer JAK2 V617F Mutation bei Koronarpatienten“ erforschte Klaus Gasser die Erkrankungshäufigkeit myeloproliferativer Neoplasien bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Unter myeloproliferativen Neoplasien werden seltene Bluterkrankungen zusammengefasst, bei denen es zu Veränderungen einer oder mehrerer Blutzellreihen kommt.

Koronare Herzerkrankung

Die Arbeitshypothese basierte auf dem Wissen, dass Patienten mit myeloproliferativen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko haben, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt usw. zu entwickeln und dass verschiedenste molekulare Veränderungen mitverantwortlich sind an der Entwicklung einer Gefäßverkalkung als Ursache für die Entstehung einer Herzerkrankung. Der Mediziner konnte in seiner Arbeit zeigen, dass zwar die Erkrankungshäufigkeit einer myeloproliferativen Neoplasie niedrig ist, es jedoch zu einer deutlichen Krankheitssteigerung bei Koronarpatienten gegenüber der Normalbevölkerung kommt. Dies sollte zukünftig dazu führen, dass bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung und abnormen Blutbildwerten an das gleichzeitige Vorliegen einer myeloproliferativen Neoplasie gedacht und die entsprechende Mutationsanalyse durchgeführt werden sollte, da dies eine zusätzliche engmaschige hämatologische Kontrolle bedingt und eine zusätzliche therapeutische Intervention ermöglicht.

Der Preis der Ärztekammer für Vorarlberg wurde heuer zum 11. Mal verliehen. Damit sollen hochrangige wissenschaftliche Arbeiten von Ärzten eine entsprechende Würdigung erfahren.