„Es war ganz einfach ein Lernen für das Leben“

Gesund / 18.12.2015 • 10:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf die praktische Ausbildung wird bei den künftigen Heimhelferinnen und Heimhelfern besonderer Wert gelegt. Foto: Connexia
Auf die praktische Ausbildung wird bei den künftigen Heimhelferinnen und Heimhelfern besonderer Wert gelegt. Foto: Connexia

Heimhilfe-Ausbildung. Betreuung und Pflege brauchen verschiedene Qualifikationen.

bregenz. Landesrätin Katharina Wiesflecker gratulierte den Teilnehmerinnen der 19. Heimhilfe-Ausbildung im Rahmen der Abschlussfeier und überreichte gemeinsam mit Ausbildungsleiter Wilfried Feurstein die Abschlusszeugnisse. Sie wies darauf hin, dass Betreuung und Pflege wichtige Themen sind und es richtig ist, verschiedene Qualifikationen anzubieten, um Menschen, die einen Bedarf an Betreuung haben, gut begleiten und unterstützen zu können. Hier liefere die praxisorientierte Heimhilfe-Ausbildung für den alltäglichen Umgang mit Menschen ein gutes Handwerkszeug.

Kitty Hertnagel von der ARGE Mobile Hilfsdienste wünschte den Absolventinnen viel Glück bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Und an Katharina Wiesflecker sowie Landtagsvizepräsidentin Gabriele Nussbaumer gewandt meinte sie, dass es schön wäre, wenn es von der Politik grünes Licht für eine Anstellung von Mohi-Mitarbeiterinnen gäbe.

Ausbildungsleiter Wilfried Feurstein brachte die Gäste passend zur Vorweihnachtszeit anhand der Geschichte „Das Paradox unserer Zeit“ (Dalai Lama) zum Nachdenken. Mit einer weiteren Geschichte über einen kleinen Jungen, der eine Schildkröte fand, zeigte er auf, wie Wärme und Güte dazu führen können, harte Panzer zu verlassen. Er wünschte den Absolventinnen, dass sie dies vielen Menschen ermöglichen. Die Teilnehmerinnen selbst zogen per Gedicht ein Resümee über die Ausbildung und bedankten sich bei connexia und den Referentinnen und Referenten.

Zu den Absolventinnen zählt auch Heidrun Küng. Sie arbeitet beim Mobilen Hilfsdienst in Dornbirn. Zu ihrer Ausbildung meint sie: „Ich bin sehr froh über meine Entscheidung, diese Ausbildung zu absolvieren. Jedes einzelne Unterrichtsfach war informativ und interessant. Ich habe viele Erfahrungen und Begegnungen in meiner Praktikumszeit erlebt. Eine große persönliche Bereicherung und Herausforderung war das Thema Validation. Außerdem waren alle mit großem Einsatz und großer Liebe bei der Sache. Es war ganz einfach ein Lernen für das Leben.“

Dana Frisch, als persönliche Assistentin beim Verein „Reiz – Selbstbestimmt Leben“ tätig, fühlte sich während der gesamten Ausbildung und auch schon im Vorfeld gut betreut und wahrgenommen. „Das Wissen, das ich durch die langjährige Berufserfahrung habe, konnte ich noch erweitern, halte nun ein Zeugnis in der Hand und bin bereit für neue Taten“, freut sie sich darauf.

Die Heimhilfe-Ausbildung, die connexia anbietet, dauert zwei Semester. Sie umfasst insgesamt 244 Einheiten theoretisches Wissen in Fächern wie Kommunikation, Haushaltsführung, Hygiene, Einführung in die Arzneimittellehre, Erste Hilfe, Grundzüge der Gerontologie, Ankleiden und Validation.

Dana Frisch freut sich bereits auf neue Aufgaben.
Dana Frisch freut sich bereits auf neue Aufgaben.