Jeden Tag an die Stimme denken
Der „Blasius-Segen“ soll vor Halskrankheiten bewahren.
Schwarzach Kalter Wind, trockene Luft, noch immer hin und wieder eisige Temperaturen: Husten, Halsweh und Heiserkeit haben nach wie vor Hochsaison. Dazu möglicherweise herausfordernde Kunden-Präsentationen und viele Telefonate im Büro. Die Folge ist eine raue und geschwächte Stimme. Ingrid Amon gibt Tipps, um die Stimme fit zu halten: Sie reichen von der richtigen Atmung über spezielle Übungen bis hin zum „Blasius-Segen“. Denn wussten Sie, dass es für Hals- und Stimmkrankheiten einen Heiligen gibt? Es ist der heilige Blasius, der am heutigen 3. Februar seinen Namenstag feiert.
Der Legende nach rettete er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann das Leben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Der spezielle Blasius-Segen soll bewirken, dass wir von Halskrankheiten verschont bleiben. Gespendet wird er mit zwei gekreuzten oder ineinander verschlungenen Kerzen. Die Fürsprache des Heiligen erbittet man nachgewiesen seit dem 16. Jahrhundert. Und das geht über Heiserkeit hinaus. Schließlich haben wir auch im übertragenen Sinn manchmal „zu viel am Hals“ oder sind „halsstarrig“. Wir bekommen etwas „in den falschen Hals“. Wir haben einen „Kloß im Hals“. Und der „Hals ist zugeschnürt“, wenn wir Angst haben. Auch für die seelischen Hintergründe dieser Symptome können sich Gläubige getrost auf die Fürsprache des hl. Blasius verlassen. „Und mit einfachen Tricks kann die eigene Stimmqualität gepflegt und verbessert werden“, ergänzt Ingrid Amon.
Tipps für Hals und Stimmbänder
Trinken, trinken, trinken: Wasser und Kräutertees sind wohltuend für die Stimmbänder. Getränke mit Zucker, Kohlensäure und Koffein meiden.
Tragen Sie Schal – (fast) immer: Er passt in jede Hand- oder Aktentasche. Empfindlichen Hals im Winter immer vorbeugend schützen und den Schal sofort bei den ersten, leichten Halsschmerzen tragen.
Kein Alkohol und Nikotin: Die Schleimhaut im Kehlkopf ist empfindlich. Wenn sie in Kontakt mit Rauch oder Alkohol kommt, produziert sie mehr Schleim. Die Stimme wird rau.
Aufwärmtraining für die Stimme: Stimmbänder nach dem Aufstehen auf den Tag vorbereiten. Ein Lied unter der Dusche summen, wie ein Pferd schnauben und die Gesichtsmuskeln zur deutlichen Artikulation fest bewegen (Grimassenschneiden).
Vermeiden Sie Flüstern und Schreien: Flüstern strengt die Stimme an. Sie verliert an Kraft und kann sich schon nach ein paar Minuten heiser anhören. Gleiches gilt beim Schreien.
Spielen Sie Popstar: Singen verstärkt die elektrischen Impulse in der Großhirnrinde. Singen fördert daher unsere Kreativität und macht uns fröhlich. Egal, ob man die Töne trifft oder nicht.
Gesunde Atemtechnik: Eine gute Atemtechnik ist Basis für eine tragfähige Stimme. Atmen Sie ohne die Schulter zu bewegen, versuchen Sie mehr Bewegung im Bauchraum und an den Seiten und im Rücken zu spüren.