“Was leistet der Tourismus für das Klostertal?”

Heimat / 15.01.2026 • 09:47 Uhr
Wiebke Meyer und Gernot Memmer (Bildmitte) mit den Bürgermeistern Martin Burtscher, Barbara Mathies und Hans Peter Pfanner.
Wiebke Meyer und Gernot Memmer (Bildmitte) mit den Bürgermeistern Martin Burtscher, Barbara Mathies und Hans Peter Pfanner.Doris Burtscher

Die Studie zur Wertschöpfung und Wertschätzung des Tourismus wurde präsentiert.

Klösterle Die Alpenregion Bludenz beauftragte die Firma Kohl & Partner GmbH mit der Erarbeitung der Studie “Was leistet der Tourismus für das Klostertal?”. Zu dieser Präsentation begrüßtem Bürgermeisterin Barbara Mathies und die Geschäftsführerin der Alpenregion Bludenz – Wiebke Meyer – viele Interessierte in der Turnhalle. Neben den Bürgermeistern des Tales waren Gemeindemandatare, Touristiker und Vertreter aus der Wirtschaft im Saal. Gernot Memmer präsentierte die interessanten Ergebnisse. 163 Beherbergungsbetriebe, 26 Gastronomiebetriebe, drei Schwimmbäder und diverse Ausflugsziele umfassen die touristischen Betriebe im Tal. Dazu gesellt sich auch der Sonnenkopf (Klostertaler Bergbahnen), der sowohl im Sommer als auch im Winter bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt ist. Die wichtigsten touristischen Eckdaten des Klostertals aus dem Jahr 2024 (Stuben ausgeschlossen) umfassen 230.000 Nächtigungen und 60.000 Gäste-Ankünfte.

Die Besucher folgten interessiert den Ausführungen.
Die Besucher folgten interessiert den Ausführungen.

Lebensräume

In der Präsentation führte Gernot Memmer aus: “Tourismus und Lebensraum sind ein unzertrennliches Paar. Tourismus sichert Lebensräume” und wies auf die Wichtigkeit des Tourismus, insbesondere auf die Erhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur, hin. Neben einer umfassenden Gästebefragung wurden auch Einheimische befragt. Die Einheimischen sind stolz, dass sie dort leben dürfen, wo andere Urlaub machen, sie schätzen die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, die der Tourismus geschaffen hat, sie schätzen die Arbeitsplätze, die durch den Tourismus entstanden sind, und sie heben die heimische, sehr gute Gastronomie hervor. Die Gäste geben neben den Unterkunftskosten auch Geld für Essen und Getränke, Einkäufe, Seilbahnen und Lifte, Freizeit, Kultur, Sport und Wellness sowie Verkehrsmittel vor Ort aus. “Die Gästeausgaben, die im Klostertal bleiben, umfassen einen hohen Anteil”, so Memmer.

Die Präsentation war ein informativer Abend für Touristiker und Vertreter aus Wirtschaft und Politik.
Die Präsentation war ein informativer Abend für Touristiker und Vertreter aus Wirtschaft und Politik.

Infrastruktur

Somit stellt der Tourismus im Klostertal einen hohen Wirtschaftsfaktor dar. Die Klostertaler sind sich einig – was Touristen möglich machen, genießen alle, und das Klostertal braucht den Tourismus, um die Freizeit-Infrastruktur in den Gemeinden aufrechtzuerhalten. Auch die “nicht touristischen Betriebe” im Tal profitieren vom Tourismus – direkt von den Gästen oder indirekt bei Investitionen der Beherbergungsbetriebe und der Gastronomiebetriebe. Auch der Handel und die Landwirtschaftsbetriebe profitieren von den Einkäufen der Gäste. Die Studie ergab elf wichtige Punkte, was der Tourismus für das Klostertal leistet. Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Tourismus ist ein wichtiger Finanzier und Gestalter von Infrastruktur vor Ort, Ausflugsziele profitieren stark, ohne Tourismus müssten viele Gastronomiebetriebe schließen, Handwerk und Bauwirtschaft profitieren, ebenso die Landwirtschaft und der Handel. Tourismus ist Arbeitsplatzmotor, es können leichter Mitarbeiter gefunden und gebunden werden.

Wiebke Meyer stellte den Referenten Gernot Memmer vor.
Wiebke Meyer stellte den Referenten Gernot Memmer vor.

Krisensicherer Tourismus

Tourismus ist krisensicher, Tourismus macht die Menschen offener, Tourismus steigert die Lebensqualität für die Menschen vor Ort. In der anschließenden Diskussion stimmten die Besucher den Ausführungen durch Gernot Memmer zu und brachten ihre Ideen und Vorschläge ein. Zum Abschluss waren sich alle einig: Das Klostertal muss mit seiner Natur und seiner Lebensqualität punkten, das bereits Vorhandene muss gesichert und weiterentwickelt werden, der Tourismus ist ein wichtiges Standbein des Tales. Neben der Wichtigkeit des Tourismus dürfen aber auch die Einheimischen nicht vergessen werden, denn ohne sie müsste ebenfalls so manches Gasthaus schließen. DOB

Die Besucher folgten interessiert den Ausführungen.
Die Besucher folgten interessiert den Ausführungen.