Stimmungen in Szenerie und Porträt

Heimat / 23.01.2026 • 14:20 Uhr
Stimmungen in Szenerie und Porträt

Gerhard Rasser, Chantal Boso und David Salzgeber mit Thomas Schiretz. HE

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Feldkirch Am Donnerstagabend lud “KunstVorarlberg” in der Villa Claudia zur Eröffnung der Ausstellung “Stimmungen in Landschaft und Porträt” ein, die noch bis zum 22. Februar drei Künstlerinnen und Künstler von 24 bis 67 Jahren präsentiert, die in ihren Werken Stimmungen und Emotionen in Landschaften und in Porträts sichtbar machen.

Stimmungen in Szenerie und Porträt

Lidvina Boso und Erika Stemer genossen die abwechslungsreiche Vernissage.

Stilles Erschauern

Mit Chantal Boso, Gerhard Rasser und David Salzgeber stellen in der neu eröffneten Ausstellung drei Künstler mit offenbar verschiedenartigen Schwerpunkten aus. Dem Kunstgeschichtler und Eröffnungsredner Thomas Schiretz gelang es jedoch in seinen einführenden Sätzen, trotz der verschiedenen Herangehensweisen einige Gemeinsamkeiten der drei Kunstschaffenden hervorzuheben und stellte zusammenfassend fest: “Die unterschiedlichen Werke haben die Geste des stillen Erschauerns gemeinsam.” Allen Bildern wohne ein Moment inne, in welchem der Mensch mit etwas konfrontiert werde, das seine Vorstellungskraft übersteigt. Dennoch verzichten die drei Ausstellenden auf KI-Experimente und bleiben dem Malerischen handwerklich präzise treu.

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David Salzgeber vor seinem Gemälde “A New Beginning”.

David Salzgebers “Promised Land” lässt mit einem atemberaubenden Horizont das verheißene Land erahnen, eben das versprochene Land, das Mose vom Berg Nebo erblickte. Die darin zum Ausdruck gebrachte Hoffnung spiegelt sich auch in seinen Werken “Breath of Life”, “Water of Life”, “Eternity”, “Promise” und “Hope” wider.

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Die feierliche Vernissage wurde musikalisch umrahmt eröffnet.

Gerhard Rassers Landschaftsbilder lassen den Betrachter in der Leere erschauern, ohne ihn in der Melancholie zurückzulassen, denn unscheinbar sind überall Momente der Menschlichkeit und Hoffnung enthalten, die zwar vergänglich, aber wertvoll sind. Karge Szenerien regen zum Nachdenken an und zeigen dennoch einen Weg auf, welcher Wachstum und Gedeihen nach so mancher individueller Überwindung und Verletzung verspricht. “Seine Landschaften erzeugen eine Stille, die den Betrachter auf sich selbst zurückführt”, fasste Schiretz das außergewöhnliche Werk zusammen.

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Chantal Boso mit dem Porträt “Lilian” und ihrem Selbstporträt.

Chantal Boso lebt in Florenz und ihre Werke sind von mediterraner Erhabenheit und Leidenschaft geprägt, ohne jedoch auch Brüche und stille Momente auszublenden. “Bosos Porträts und ihre Stillleben spiegeln die Zerbrechlichkeit des menschlichen Seins wider”, fasste Schiretz ihr außergewöhnliches Werk zusammen. Zu dessen Highlights zählen ihr Selbstporträt, die “Drei Grazien” und “Der Garten der Lüste”.

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Gerhard Rasser mit seinem Gemälde “The Way to Heaven”.

Zahlreiche Besucher

Zu den zahlreichen Anwesenden und Gästen der Vernissage zählten unter anderem Kunst-Vorarlberg-Präsident Hermann Präg, Vizepräsident Hanno Metzler, Lidvina Boso, Verena Burtscher (Villa Falkenhorst), Franziska Stiegholzer, Gabriele Bösch, Birgit Konzett, Evelyn Fricker, Christine Lingg, Sabine Lässer, Ewald Hotz, Harald Gfader, Werner Kopf, Petra Perg, Waldorfschule Rheintal, und Gisingens Ortsvorsteherin Judith Heeb. HE

Ausstellung “Stimmungen in Landschaft und Porträt” bis 22. Februar. Kunst Vorarlberg, Villa Claudia, Bahnhofstraße 6, Feldkirch. Öffnungszeiten: FR 16 bis 18 Uhr, SA 15 bis 18 Uhr, SO 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr.

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Petra Perg, Waldorfschule Rheintal, mit Gisingens Ortsvorsteherin Judith Heeb.

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Schiretz würdigte die drei herausragenden Kunstschaffenden und ihr Werk.

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Gerhard Rassers Landschaften mit Menschen im Hintergrund.

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Gemälde “Water of Life” von David Salzgeber.

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Kunsthistoriker Thomas Schiretz hob die Gemeinsamkeiten der drei künstlerischen Positionen hervor.Henning Heilmann