Ein herzliches “Jöri, Jöri – Kuttlablätz”

Zwei Tage lang stand die farbenprächtig dekorierte Bezirksstadt Bludenz Kopf.
Bludenz Die Bludenzer Fasnat ist ein Pflichttermin für zahlreiche Freunde der Fünften Jahreszeit. “Die Funkenzunft Bludenz bemüht sich enorm”, streut Sabine Vonbank dem Verein Rosen. Der Faschingssamstag und -sonntag seien für sie jedes Jahr das Highlight der Fasnat, ein “Meet and Greet”, ein Treffpunkt für alle, die man unter dem Jahr nicht sieht. An der Bludenzer Fasnat habe sie gemeinsam mit ihrer Familie und mit Freunden teilgenommen, sagte sie am Samstagabend. Früher habe sie großen Wert auf das Kostüm gelegt – heutzutage sei es ihr wichtiger, sich wohlzufühlen.

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Manuela Burgstaller, die bei der Bludenzer Fasnat als Hippie verkleidet war, erzählte am selben Abend: “Ich wohne in Bludenz und gehe gerne auf den Bludenzer Fasching. Es gehört für mich seit 20 Jahren am Faschingssamstag dazu, unterwegs zu sein – mit der Familie und den Kindern. Im Fasching sind die Leute so offen. Man kommt mit den Leuten ins Gespräch, die man schon länger nicht mehr gesehen hat.”

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Renata Schnetzer – sie kommt ursprünglich aus Brasilien und kam 21-jährig nach Bludenz, meinte am späteren Sonntagnachmittag nach dem großen Jöri-Umzug: “Ich kann nur sagen, es war wunderbar und schön. So wie heuer war die Bludenzer Fasnat noch nie. Es freut mich, wenn die Menschen mitmachen.”

Der Mann an ihrer Seite ist Franz Strohmaier. Er war Mitglied bei der (mittlerweile nicht mehr bestehenden) Feldkircher Guggamusik Spältaschränzer, zudem Gründungsmitglied und erster Sousaphonspieler in Vorarlberg. In Bludenz wohnt er seit fünf Jahren. Er stellte fest: “Ich bin ein erfahrener Faschingsnarr. Die Bludenzer Fasnat war hervorragend. Ich habe das Geschehen bereits am Samstag ganztägig erlebt. Gefallen hat mir, dass fast jeder maskiert war.”

Angelika Vonbank von der Gruppe “Die Unverzünftigen” erklärte: “Wir sind immer um die 20 bis 25 Leute. Trachtenschneiderin Manuela Tschernitz ist bei uns Teamleader. Sie entwirft alle Schnitte und kauft die Stoffe für die Kostüme ein. Genäht wird in Gemeinschaft nach ihren Anweisungen. Faschingsbekleidung nähen wir seit 2010.” Zusammen mit der Funkenzunft Rungelin waren “Die Unverzünftigen” im Jahr 2015 am Rosenmontag beim “Großen Narrensprung” in Wangen im Allgäu – als Rotkäppchen und Wölfe.

Ein spezielles Erlebnis war die Bludenzer Fasnat auch für den Bludenzer WIGE-Obmann Hanno Fuchs. Er erzählte am Samstagabend: “Wir haben am Morgen um halb acht Uhr unser Gasthaus Fuchs aufgesperrt. Da war das ganze Lokal schon fürs Frühstück reserviert. Am Vormittag haben wir in der Sturnengasse unsere Bar aufgebaut. Anschließend startete die Jöri-Meile. Mich wundert es immer wieder, wie viele schöne Gruppen, Kostüme und Leute nach Bludenz kommen zur Jöri-Meile.

Der Zunftmeister der Funkenzunft Bludenz, Christian Pellini, blickte am frühen Sonntagabend auf ein gelungenes Fasnatwochenende zurück: “Wir hatten beim großen Jöri-Umzug 40 Gruppen mit über 1200 Umzugsteilnehmenden. Wir legen immer wieder großen Wert darauf, dass man Privatgruppen und Familiengruppen beim Umzug dabei hat und nicht zu viele Traktoren mit Hänger.” Persönlich gefalle es ihm, wenn ein bis zwei große Wagen dabei sind. “Ganz wichtig ist uns, dass wir mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, denn das sind die Leute, die die Fasnat in Zukunft praktizieren sollten, damit das Fasnatbrauchtum in Bludenz weiterlebt. Wir haben ein unglaublich gutes Team beieinander und dieses Team stellt sich zusammen nicht nur aus Zünftlerinnen und Zünftlern, sondern aus vielen freien Mitarbeitenden”, so Christian Pellini. SCO

















