Klostertaler Funken-Quartett trotzte dem Wetter

Die Klostertaler Funkenbauer zeigten sich wetterfest.
Klostertal Die Funkenbauer mussten in diesem Jahr besonders wetterfest sein. Bei Dauerregen und heftigen Schneefällen packten die Funkenbauer in Braz, Dalaas, Wald a. A. und Klösterle ordentlich an, um das alemannische Brauchtum zu pflegen. In Braz wurde der im Land einzigartige Buschlafunken gebaut. Zum 55-Jahr-Jubiläum stellte Funkenmeister Patrick Saler und sein Team den mit 400 Buschla gebundenen Funken auf dem neuen Funkenplatz im Gavril auf. “Die Buschla bestehen aus Ästen, die zusammengebunden werden und stellen den Mitgliedsbeitrag der Brazer Zünftler dar”, so Funkenzunftobmann Jan Amann. Auf einer Höhe von 13 Metern wurde die Hexe “Gavrila”, die von Johanna Pauuwe, Jan Amann und Patrick Saler gestaltet wurde, platziert. Neben dem großen Funken bauten die Zünftler einen Kinderfunken. Mit Stolz überbrachten die Kinder des Kindergartens Innerbraz “ihre” Hexe für den Kinderfunken und besuchten gemeinsam mit zwei Klassen der Volksschule Außerbraz die Funkenbauer. Pfarrer Jose Chelangara besuchte ebenfalls die Funkenbauer und segnete den neuen Funkenplatz.

Jubiläumsfunken
Trotz Dauerregen versammelten sich viele Brazer und Gäste, um das Funkenabbrennen mit anschließendem Klangfeuerwerk zu erleben. Einige zogen mit ihren Fackeln vom Gemeindeamt zum neuen Funkenplatz im Gavril. Mit Begeisterung schwangen die Kinder ihre Fackeln. Mit einem lauten Knall und einem dreifachen “Stierle-Stierle-Hoch” explodierte die Hexe “Gavrila”. Musikalisch begleitet wurde der Jubiläumsfunken vom Musikverein Braz. Bei Funkaküachle und Glühwein wurde der neue Platz und das Jubiläum im “Zunfthüsle” noch ausgiebig gefeiert. Auch in Wald a. A. wurde gefeiert. Die Funkenbauer feierten das 50-Jahr-Jubiläum. Bei Regen und Schnee bauten die Feuerwehrler unter der Leitung von Funkenmeister Daniel Lingg den großen Funken. Feuerwehrjugendliche bauten den Kinderfunken. Der Waldner Funken besteht aus geschlichteten Holzscheiten, die Hexe findet ganz oben ihren Platz. Unter den Klängen der Harmoniemusik Wald a. A. brannte der Funken lichterloh und die Hexe verabschiedete sich mit einem lauten Knall.

Winter austreiben
Anschließend wurde bei der Aftershowparty im Feuerwehrhaus das Jubiläum gefeiert. Auch die Dalaaser Funkenbauer mit Funkenmeister Simon Nußbaumer und Funkenkanzler Franz Konzett mussten wetterfest sein. Am Sonntag hatte der Wettergott dann ein Einsehen und das Funkenabbrennen fand bei trockener Witterung statt. Traditionell wurde der Kinderfunken vor dem Abbrennen unter großer Hilfe der Kinder gebaut. Mit Begeisterung trugen sie die Scheiter vom Holzstapel zum Kinderfunken. Nach dem Abbrennen des Kinderfunken wurde der aus Holzscheitern gebaute Dalaaser Funken angezündet. Bald brannte er lichterloh und für die Hexe wurde es immer heißer, sie verabschiedete sich mit einem lauten Knall. Das Funkenabbrennen wurde von der Harmoniemusik Dalaas musikalisch begleitet, die Besucher stärkten sich bei Funkaküachle und Glühwein. In den vergangenen Tagen wurde bei starkem Schneetreiben der Funken in Klösterle gebaut. Unter der Leitung von Tobias Wascher stellten die Zünftler das Kunstwerk aus Holzscheitern auf. Unter den Klängen der Harmoniemusik Klösterle wurden der Kinderfunken und der große Funken am Funkensonntag angezündet. Mit dem Knall der Hexe soll laut Brauchtum der Winter ausgetrieben werden, der sich in den vergangenen Tagen nochmals stark zurückgemeldet hat. Beim Funkenplatz stärkten sich die Besucher des Funkenabbrennens mit Wurst, Küachle und warmen Getränken. DOB










