Weltpremiere von Spitzenmusikerduo

In der “Theatergarage” Sulz stellten Manuel Delago und Max TZ ihr neues Album vor.
Sulz “Was, der Manuel Delago ist dagewesen? Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich hingegangen”, bedauerte Apothekerin Renate Grotti, dass sie den Auftritt des von ihr sehr geschätzten Tiroler Musikers und den des in New York lebenden Max TZ in der “Theatergarage” des Busunternehmerpaares Armin und Helene Weber verpasst hat. “Wir sind ziemlich ausverkauft”, begrüßte der Gastgeber die BesucherInnen und stellte fest, dass “zwei, drei nicht kommen konnten und etwas Wahnsinniges verpassen werden”.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Er berichtete davon, dass am 12. März 2020 in der Sulner “Theatergarage” das letzte Live-Konzert vor Publikum in Österreich vor dem Lockdown stattgefunden hat und erstmals auch über Livestream zu erleben gewesen ist. In der Folge haben in der Kultureinrichtung nach dem Motto “Kunst hilft Kunst” verschiedene Künstler ohne Publikum zur Unterstützung von KollegInnen bei fünfzig Konzerten aufgespielt.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Drei Jahre später fand in der “Theatergarage” ein Konzert mit einem “Kaleidoskop von musikalischen Koryphäen aus Vorarlberg” statt, das von 19 bis 3 Uhr dauerte. Die Sorge von Spitzenakkordeonist Raphael Brunner (“Ich habe noch nie so spät gespielt”), dass um 01.30 das Publikum zu müde sein würde, erwies sich als unbegründet.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Als treuer “Pforte”-Besucher lernte Armin Weber nach einem “Musikalischen Spaziergang” durch die Götzner Örflaschlucht in der Wallfahrtskirche St. Arbogast voriges Jahr Manuel Delago kennen. Beim Ausklang im Hof des Jugend- und Bildungshauses fragte er den international renommierten Musiker, ob der denn nicht einmal nach Sulz kommen wolle. “Wir stellen im Rahmen einer Tournee unser neues, in einem Kloster entstandenes Album ‚deuce‘ vor, am 12. oder 13. März hätten wir Zeit”, lautete die Antwort.

Es ist dann aufgrund des Krieges im Iran aber noch knapp geworden. Der in New York lebende Max TZ war drei Wochen lang in Indien, musste über Äthiopien nach Mailand fliegen und dann mit dem Zug ins Ländle. “Er hat noch Jetlag”, erklärte Gastgeber Weber beim Fototermin mit der VN Heimat die kleinen Augen des Musikers nach der 36-stündigen Reise. Kleine Augen hin, Jetlag her, nach einer Zugabe mussten die Musiker mangels Roadies zusammen mit den Technikern Michael Reisiegl (Ton) und Simon Schindler (Licht) noch die Ausrüstung zusammenpacken. Unterstützt wurden sie dabei auch von den Gastgebern, denn immerhin galt es anschließend nicht nur den Auftakt der Tour mit 29 Stationen und 10.000 Kilometern (Finale am 23.5. im Dornbirner “Spielboden”), sondern auch den Geburtstag von Armin Weber zu feiern.

Sphärenklänge und packende Rhythmen sowie schöne musikalische Dialoge von Manuel Delago (Handpans) und Max TZ (Hackbrett) hatten zuvor alle ZuhörerInnen in den Bann gezogen. Die auf zwei Leinwände projizierten Muster und Bewegungen darin, aber auch Bewegtbilder der Musiker verstärkten noch die Intensität der Weltmusik-Darbietungen. AME





