“Alles ist einfach”

Heimat / 16.04.2026 • 14:38 Uhr
Künstlerin Mari Iwamoto (M.) mit ihrem Mann sowie Künstlerin und Kuratorin Christine Lederer vor der größten der ausgestellten Arbeiten. Foto: Gerhard Scopoli
Künstlerin Mari Iwamoto (M.) mit ihrem Mann sowie Künstlerin und Kuratorin Christine Lederer vor der größten der ausgestellten Arbeiten. Gerhard Scopoli

Die beeindruckende Werkschau von Mari Iwamoto im Kunstraum Remise endet diesen Sonntag.

Bludenz Dem Schaffen der Künstlerin Mari Iwamoto ist die Ausstellung “Everything is easy” im Kunstraum Remise in Bludenz gewidmet. Zu sehen ist die Schau noch bis Sonntag, jeweils von 15 bis 18 Uhr. Im Zuge ihrer Werkmethodik habe sich Mari Iwamoto häufig mit Fragen der Identität, Zeit (Erinnerung), Politik, Zugehörigkeit und dem Gefühl der “Dislokation” auseinandergesetzt, sagt der Kunst- und Kulturkritiker Karlheinz Pichler. Bekannt sei die Künstlerin für Arbeiten, die sich an der Schnittstelle von Schmuckkunst, Objekt und Text bewegen.

Der Verein allerArt Bludenz zeigt noch bis Sonntag, dem 19. April 2026, Werke der Künstlerin Mari Iwamoto.
Der Verein allerArt Bludenz zeigt noch bis Sonntag, dem 19. April 2026, Werke der Künstlerin Mari Iwamoto. Christa Engstler/Aller Art

In ihrer künstlerischen Praxis beschäftige sie sich mit der Materialität natürlicher Dinge sowie der Prozessualität alltäglicher Techniken. Auf dieser Grundlage setze sie visuell künstlerische Ideen zu Themen wie Individualität, Politik, Gesellschaft oder auch Vergänglichkeit in die Tat um. Verantwortlich für das Programm des Kunstraums Remise ist Kuratorin Christine Lederer – sie erläutert: “Iwamotos Oeuvre gliedert sich in eine philosophisch-künstlerische Erzählpraxis mit einem hohen Maß an Feinsinnigkeit und in eine akribisch sensible Arbeit mit der Materialität.”

In der Ausstellung geht Mari Iwamoto der Frage nach, warum Wörter aufhören zu sein und in der Vergessenheit verschwinden, als wären sie nie vorhanden gewesen.
In der Ausstellung geht Mari Iwamoto der Frage nach, warum Wörter aufhören zu sein und in der Vergessenheit verschwinden, als wären sie nie vorhanden gewesen.

Im Mittelpunkt der Exposition stehe laut Karlheinz Pichler eine Installation mit drei Skulpturen, die formal überdimensionalen Playmobil-Figuren nachempfunden sind. Aufgebläht durch heiße Luft verwende die Künstlerin Samen – in diesem Fall Maiskörner –, und setze sie in die Köpfe ihrer Protagonistinnen und Protagonisten. Den hohlen Kopf der Spielfiguren habe die Artistin mit Popcorn gefüllt. Die Körper der Figuren habe sie mit Müllsäcken, die mit Maiskörnern befüllt sind, behangen. Mari Iwamoto setze Popcorn nicht als dekorative Referenz ein, sondern als Instrument der Machttechnik.

Die Künstlerin nutzt das Spielzeugsymbol, um komplexe psychologische und gesellschaftliche Zustände zu visualisieren.
Die Künstlerin nutzt das Spielzeugsymbol, um komplexe psychologische und gesellschaftliche Zustände zu visualisieren.

Sie visualisiere also komplexe psychologische und gesellschaftliche Zustände. Durch die Verwendung der ikonischen, oft als gesichtslos oder standardisiert wahrgenommenen Playmobil-Kopfform thematisiere sie gleichsam das Konzept des Individuums als bloßen Teil einer Masse. Ein oft wiederkehrendes Thema in ihrem Schaffen sei auch die Funktion und der Sinn des Arbeitens für die Gesellschaft. So zeige sie im Kunstraum auch einen Würfel, dessen Grundmaterial rein aus Paprikasamen besteht. SCO

Alle Informationen zum Kunstraum Remise gibt es unter www.allerart-bludenz.at/kunstraum-remise.

 „Iwamotos Oeuvre gliedert sich in eine philosophisch-künstlerische Erzählpraxis mit einem hohen Maß an Feinsinnigkeit und in eine akribisch sensible Arbeit mit der Materialität
“Iwamotos Oeuvre gliedert sich in eine philosophisch-künstlerische Erzählpraxis mit einem hohen Maß an Feinsinnigkeit und in eine akribisch sensible Arbeit mit der Materialität”, so Christine Lederer.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Kunstwerke von Mari Iwamoto - die Künstlerin wurde im Jahr 1987 in Tokio geboren.
Kunstwerke von Mari Iwamoto – die Künstlerin wurde im Jahr 1987 in Tokio geboren.
In der Ausstellung geht Mari Iwamoto der Frage nach, warum Wörter aufhören zu sein und in der Vergessenheit verschwinden, als wären sie nie vorhanden gewesen.
In der Ausstellung geht Mari Iwamoto der Frage nach, warum Wörter aufhören zu sein und in der Vergessenheit verschwinden, als wären sie nie vorhanden gewesen.
Im Zentrum der Mari-Iwamoto-Schau im Kunstraum Remise steht eine Installation mit drei Skulpturen, die formal überdimensionalen Playmobil-Figuren nachempfunden sind. Mit im Bild: Daniela Beck (Bludenz Kultur), Stadtrat Cenk Dogan, Künstlerin Mari Iwamoto und allerArt-Obmann Wolfgang Maurer. Foto: Gerhard Scopoli
Daniela Beck (Bludenz Kultur), Stadtrat Cenk Dogan, Künstlerin Mari Iwamoto und allerArt-Obmann Wolfgang Maurer.Gerhard Scopoli
In der Ausstellung geht Mari Iwamoto der Frage nach, warum Wörter aufhören zu sein und in der Vergessenheit verschwinden, als wären sie nie vorhanden gewesen.
Mari Iwamoto greift mit ihren Arbeiten Themen wie Zeit, Existenz, Erinnerung und Politik auf.
Mari Iwamoto greift mit ihren Arbeiten Themen wie Zeit, Existenz, Erinnerung und Politik auf.
Die ausstellende Künstlerin ist Grenzgängerin zwischen der japanischen und deutschen Kultur.
Die ausstellende Künstlerin ist Grenzgängerin zwischen der japanischen und deutschen Kultur.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Mari Iwamoto ist für Arbeiten bekannt, die sich an der Schnittstelle von Schmuckkunst, Objekt und Text bewegen.
Mari Iwamoto ist für Arbeiten bekannt, die sich an der Schnittstelle von Schmuckkunst, Objekt und Text bewegen.
Mari Iwamoto ist für Arbeiten bekannt, die sich an der Schnittstelle von Schmuckkunst, Objekt und Text bewegen.
Mari Iwamoto ist für Arbeiten bekannt, die sich an der Schnittstelle von Schmuckkunst, Objekt und Text bewegen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Mari Iwamoto zeigt im Kunstraum Remise auch einen Würfel, dessen Grundmaterial rein aus Paprikasamen besteht.
Mari Iwamoto zeigt im Kunstraum Remise auch einen Würfel, dessen Grundmaterial rein aus Paprikasamen besteht.
"Alles ist einfach"
“Der thematische Ausgangspunkt Mari Iwamotos in ihrer Ausstellung ist eine Logik, die unsere Gegenwart prägt: die Umwandlung von Politik in Spektakel”, so Kuratorin Christine Lederer.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
Die Ausstellung im Kunstraum Remise in Bludenz ist noch bis 19. April 2026 zu besichtigen.
"Alles ist einfach"
“Mari Iwamoto setzte Popkultur nicht als dekorative Referenz ein, sondern als Instrument der Machttechnik”, schreibt der Verein allerArt Bludenz.