Wertstoffdrehscheibe dreifach verbessert

Neues Tanklöschfahrzeug bei Eröffnung des Abfallsammelzentrums Feldkirch gesegnet.
Feldkirch Einen in dreifacher Hinsicht wesentlich verbesserten Ersatz für das im März 2024 kurz nach seinem 10-Jahres-Jubiläum durch ein Feuer völlig zerstörte Abfallsammelzentrum Feldkirch konnten viele interessierte Besucher am “Tag der offenen Tür” kennenlernen. In elfmonatiger Bauzeit ist ein Zentrum zur Entsorgung und Wiederverwertung von Wertstoffen entstanden. Die Kosten von 4,95 Millionen Euro netto sind großteils durch Versicherungen gedeckt.

“Die Feuerwehr Gisingen ist die letzte gewesen, die das frühere Abfallsammelzentrum gesehen hat, und sie ist die erste, die das neue ASZ sieht.” Mit dieser Feststellung schlug Christoph Kirchengast den Bogen zwischen der Eröffnung der Einrichtung und der Inbetriebnahme des neuen Tanklöschfahrzeugs für die Feuerwehr des größten Ortsteils in der Montfortstadt. Der Geschäftsführer der Region Feldkirch-Vorderland würdigte die zusätzliche Belastung, die die MitarbeiterInnen des 2020 eröffneten Abfallsammelzentrums Vorderland während der zwei Jahre zu tragen hatten, in denen Feldkirch kein ASZ hatte.

Landesfeuerwehrinspektor Herbert Österle wies darauf hin, dass “die Freiwillige Feuerwehr Gisingen im Jahr 1909 gegründet wurde, um das zu schaffen, was andere nicht schaffen”. Er bezeichnete das neue, auch für Katastrophenfälle ausgerüstete Tanklöschfahrzeug als “Werkzeugkiste”. Zum künftigen Aufgabengebiet werde auch der Stadttunnel gehören und Vorausdenken im Hinblick auf die Bewältigung möglicher Gefahren sei entscheidend. Für Kommandant Dominik Leimegger ist das neue, unter anderem mit einer Bergeausrüstung ausgestattete Fahrzeug ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Er würdigte das Engagement von Fahrzeugwart Pascal Frick, der sich und seine KameradInnen über fast vier Wochen hinweg mit den Details der Neuanschaffung vertraut gemacht hatte. Das 320 PS starke Gerät ist immerhin mit 1000 Ausrüstungsgegenständen bestückt, für den Umgang mit ihnen braucht es auch Schulungen. Die Lieferzeit von 27 Monaten seit dem Beschluss zur Anschaffung bezeichnete Frick als verhältnismäßig kurz.

Kaplan P. Kilian Deppisch sprach Segensgebete sowohl für das neue Abfallsammelzentrum sowie seine MitarbeiterInnen und NutzerInnen. Nach dem Spenden des Segens besprengte er mit Weihwasser aus einem größeren, von Bgm. Manfred Rädler getragenen Behälter, aber auch einer von Vizebgm. Andrea Kerbleder und StR. Clemens Rauch getragenen Feuerwehr-Handpumpe von anno dazumal das Gebäude und das Fahrzeug.

Das Stadtoberhaupt hatte zuvor auf den Mehrzweckraum im ersten Obergeschoss hingewiesen, über den das Vorgängergebäude nicht verfügte. In dem laut Sabrina Lins und Martin Bolter von der Hochbauabteilung der Stadt rund 75 Quadratmeter großen Raum können Aspekte der Abfallwirtschaft vermittelt werden. Er ist aber auch für Gruppen und Vereine für andere Zwecke nutzbar. Der zusätzliche Bauteil, der auch eine Teeküche und Büroräumlichkeiten umfasst, ist nötig gewesen, weil es statt der früher im Erdgeschoss angesiedelten Bürofläche jetzt einen vergrößerten Problemstoffbereich gibt. In letzterem sind jetzt auch Akkumulatoren und Batterien zu finden, für die es vorher einen eigenen Container gab.

Als Stadträtin für Bauangelegenheiten wies Kerbleder auf die Verbesserung der Verkehrsführung durch das Schaffen einer zweiten Einfahrtsspur als zweite grundlegende Änderung und den außergewöhnlichen Brandschutz hin. Zu Letzterem gehören die Halle und Sammelcontainer rund um die Uhr überwachenden, mit der Feuerwehrleitstelle verbundenen Thermalkameras. Aber auch die 26 lichtdurchlässigen, runden, zur Ableitung von Rauch und Wärme dienenden “RWA”-Klappen. AME























