Rankweil sichert Trinkwasserversorgung auch im Blackout

Natürliches Gefälle und Notstrom sichern die Versorgung der Bevölkerung.
Rankweil Die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade in Zeiten, in denen das Thema Krisenvorsorge verstärkt in den Fokus rückt, stellt sich für viele Menschen die Frage, ob die Wasserversorgung auch bei einem länger andauernden Stromausfall sichergestellt ist. Für die Marktgemeinde Rankweil lautet die Antwort eindeutig: Ja.

“Dank der hervorragenden Voraussetzungen und der vorausschauenden Arbeit der Wassergenossenschaft Rankweil sind wir für einen möglichen Blackout sehr gut gerüstet. Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass die Trinkwasserversorgung auch in einer außergewöhnlichen Situation funktioniert”, betont Vizebürgermeister Johannes Herburger.
Rund 80 bis 90 Prozent des Rankweiler Trinkwassers stammen aus dem Bereich des Roten Tors. Das natürliche Gefälle ermöglicht es, das Wasser auch ohne permanente Stromversorgung in das Leitungsnetz einzuspeisen. Zusätzlich sichern zwei leistungsstarke Notstromaggregate den Betrieb der technischen Anlagen. Dadurch kann die Trinkwasserversorgung selbst bei einem länger andauernden Stromausfall bis zu zwei Wochen aufrechterhalten werden.
Eine wesentliche Grundlage für diese hohe Versorgungssicherheit bilden die geologischen Gegebenheiten im Laternsertal. Sie sorgen für ergiebige Wasservorkommen und schaffen beste Voraussetzungen für eine nachhaltige Trinkwasserversorgung. Ergänzt wird das System durch die beiden Grundwasserbrunnen in Tillis und im Schlad. Mehrere unabhängige Wasserquellen erhöhen die Versorgungssicherheit zusätzlich und machen das gesamte System besonders krisenfest.
Hinter einer funktionierenden Wasserversorgung steckt jedoch weit mehr als ausreichend Wasser. Rund 140 Kilometer Wasserleitungen durchziehen das Gemeindegebiet und müssen laufend kontrolliert, gewartet und erneuert werden. Derzeit werden im Bereich der Ringstraße – im Zuge des Baus des neuen Kreisverkehrs – bestehende Leitungen modernisiert. Gleichzeitig werden entlang der Bundesstraße neue Wasserleitungen verlegt. Mit diesen kontinuierlichen Investitionen wird sichergestellt, dass die Infrastruktur auch künftig den hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit und Qualität gerecht wird.
Für Vizebürgermeister Johannes Herburger ist diese Arbeit von unschätzbarem Wert: “Eine sichere Trinkwasserversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis einer langfristigen Planung, kontinuierlicher Investitionen und des täglichen Einsatzes vieler engagierter Menschen.”

Die Gemeindepolitik bedankt sich deshalb ausdrücklich bei der Wassergenossenschaft Rankweil. Mit großem Fachwissen, hoher Professionalität und vorausschauendem Handeln sorgt sie Tag für Tag dafür, dass die Bevölkerung zuverlässig mit hochwertigem Trinkwasser versorgt wird. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage dafür, dass Rankweil auch in außergewöhnlichen Krisensituationen auf eine sichere und leistungsfähige Wasserversorgung vertrauen kann.VN-TK