Das Haus kühlen

28.07.2016 • 09:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Hitze. Wer ein Haus baut oder saniert, kann sich mit guter Planung ein Zuhause schaffen, das auch der Hitze trotzt.

Im Sommer werden Räume warm, wenn das Haus schlecht isoliert ist, die Beschattung der Fenster fehlt oder wenn die Fenster untertags offen bleiben. Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, sollten Fenster komplett geschlossen und nicht gekippt werden. Die Plattform Umweltberatung.at empfiehlt bei hohen Temperaturen weiter:

• Jalousien runterlassen oder Vorhänge zuziehen

• Fenster zumachen, sobald die Außentemperatur die Raumtemperatur übersteigt

• in der kühleren Nacht gut durchlüften, wenn möglich querlüften durch das Öffnen der Fenster an verschiedenen Seiten

• interne Wärmequellen vermeiden – Fernseher, Computer etc. nicht auf Stand-by laufen lassen, sondern ganz abschalten – das spart auch Energiekosten und schont das Klima!

• ein Ventilator kann hilfreich sein, wenn die Luft „steht“ – ein Ventilator verbraucht wesentlich weniger Energie als ein Klimagerät!

Wer ein Haus plant, sollte an die Beschattung der Fenster von außen denken, zum Beispiel:

• großzügige Dachüberstände, Lamellenblenden

• Rollläden, Raffstores, Fensterläden, Markisen

• Bäume und Sträucher

Eine Innenjalousie lässt wesentlich mehr Sonnenwärme durch als eine Außenjalousie. Nicht nur der Sonnenschutz der Südfenster ist wichtig, sondern auch im Osten und Westen.

Denn die Sonne steht im Westen und Osten tiefer als im Süden und das Licht triff direkt auf die Fenster. Dachflächenfenster haben den Nachteil, dass sie bei Regen geschlossen sein müssen. Auch Fenster bei denen das Dach darüber nicht vorspringt, sind nicht regensicher. Das sollte bei der Planung im Hinblick auf bessere Lüftung bedacht werden.

Wärmedämmung

Wer massiv baut – ob mit Ziegeln oder Holz und eine gute Wärmedämmung berücksichtigt, schließt im Sommer die Hitze aus. Bei Dachschrägen ist eine Wärmedämmung von mindestens 15 cm Stärke notwendig. Wenn die Luft zwischen den Dachziegeln und der Holzschalung durchziehen kann, reduziert das zusätzlich das Aufheizen des Daches- im Fachjargon heißt das „Kaltdach“.

Überwärmung

berechnen lassen

Planer können die potenzielle sommerliche Überwärmung von Räumen berechnen. Bei dieser Berechnung, basierend auf der ONORM B 8110, werden die Sonneneinstrahlung, die internen Wärmequellen, die Lüftung in der Nacht und die Speicherfähigkeit der Bausubstanz in Relation zueinander gesetzt. Mehr auf www.umweltberatung.at