Öffner für Barrierefreiheit

Immo / 29.06.2017 • 15:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Barrierefreiheit bei Türen kann mit Handsender oder Knopfdruck erfolgen. Fotos: Shutterstock
Barrierefreiheit bei Türen kann mit Handsender oder Knopfdruck erfolgen. Fotos: Shutterstock

Hilfe. Ein Knopfdruck auf den Handsender genügt, um auch mit Handicap Türen einfach öffnen zu können.

Zu einer barrierefreien Tür gehört neben der ausreichenden Lichte und Leichtgängigkeit unter Umständen auch ein automatischer Öffnungsmechanismus. Türen bedeuten für Personen, die etwa an einen Rollstuhl gebunden sind oder eine andere körperliche Behinderung haben, mitunter ein mühsam zu überwindendes Hindernis. Eine einfache behindertengerechte Ausstattung des gewohnten Wohnraumes kann in solchen Fällen rasch Abhilfe schaffen. Automatische Türöffnungssysteme, wie sie von verschiedenen Herstellern inzwischen auch zum einfachen Nachrüsten angeboten werden, erleichtern das tägliche Leben sehr.

Ausreichende Breite

Ganz besonderes Augenmerk liegt im Hinblick auf Barrierefreiheit bei den Türen: Die optimale Türbreite liegt bei 90 cm für die Eingangstüre und mindestens 80 cm innerhalb des Hauses (innere Lichte). Türen, die noch breiter sind, werden sehr schwer und lassen sich dann von Kindern oder schwächeren Menschen kaum mehr problemlos öffnen. Alle Türen sollten grundsätzlich schwellenlos ausgeführt werden. Auch für Terrassentüren ist dies inzwischen technisch möglich. Ist eine Türschwelle nicht zu verhindern, darf sie höchstens zwei Zentimeter hoch sein, damit man sie noch relativ leicht überrollen kann. Schräge Übergangsprofile erleichtern dies. Sind Türen extrem schwer – beispielsweise große Eichen-Vollholztüren als Eingangs- oder Feuerschutztüren – sollten sie möglichst mit einem automatisierten Öffnungs-
mechanismus ausgestattet werden. Glastüren sollten eine kontrastierende Rahmenkonstruktion aufweisen und in der Höhe von etwa 90 bis 100 cm farblich markiert sein.

Mehrere Funktionen

Die Möglichkeiten, aus einer herkömmlichen Innentür eine selbstöffnende zu machen, sind vielfältig. Ein Knopfdruck auf den kleinen Handsender, ein leichter Druck gegen das Türblatt oder ein Wandtaster neben dem Türrahmen, und schon öffnet sich die Türe wie von Geisterhand. Die meisten angebotenen Systeme ermöglichen heute einen Wechsel zwischen den oben erwähnten Optionen. Individuell einstellbar sind zudem die Öffnungszeit und der Öffnungswinkel sowie die jeweilige Öffnungsdauer. Ist ein Bewohner des Hauses tatsächlich an den Rollstuhl gebunden oder verbringt die meiste Zeit sitzend, sind Fenster mit einer Parapethöhe von 60 cm optimal und ermöglichen einen freien Ausblick auch im Sitzen oder Liegen. Eine Absturz-
sicherung in der Höhe von 95 cm ist dann aber unbedingt notwendig.

Rollstuhlfahrer haben es bei herkömmlichen Türen schwer.
Rollstuhlfahrer haben es bei herkömmlichen Türen schwer.