Was an den Kollegen nervt

Karriere / 07.02.2020 • 10:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Starallüren und Faulheit kommen im Büro bei den Kollegen nicht gut an. Shutterstock
Starallüren und Faulheit kommen im Büro bei den Kollegen nicht gut an. Shutterstock

Studie zeigt: Umgang am Arbeitsplatz ist verbesserungswürdig.

Teamarbeit Haben Sie auch öfter das Gefühl, der Einzige im Team zu sein, der wirklich arbeitet? Wie eine Umfrage von StepStone Österreich zeigt, sind Sie damit nicht allein: So gibt fast jeder Zweite (45 Prozent) an, dass sich nicht alle Kollegen in gleichem Maß ins Team einbringen oder sich nicht alle im Team für das Ergebnis der Arbeit verantwortlich fühlen (31 Prozent). Befragt wurden rund 1100 Arbeitnehmer in Österreich.

„Kollegen drehen Däumchen“

„Manche Kollegen drehen Däumchen, während andere nicht wissen, was sie zuerst machen sollen“, sagt etwa einer der Umfrageteilnehmer, während ein anderer kritisiert, dass Kollegen „immer wieder Aufgaben an andere abwälzen“. Ein weiterer Befragter bedauert, dass Teammitglieder, „die ca. zehn Prozent Arbeitsleistung zeigen und eher die Stimmung vergiften“, aufgrund der Unternehmensphilosophie „leider nicht konsequent gekündigt“ werden. In anderen Büros gibt es gar „nur oberflächliche Einheit durch ungerechte Arbeitsverteilung“.

Ein Dorn im Auge

Besonders Kollegen, die sich zu wichtig nehmen, sind österreichischen Arbeitnehmern ein Dorn im Auge: So kritisiert jeder dritte Befragte, dass sich einzelne Kollegen immer wieder auf Kosten anderer in den Vordergrund drängen (33 Prozent) und Einzelleistungen im Mittelpunkt stünden (27 Prozent). „Dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil abzielt“, wird besonders unangenehm empfunden, ebenso wie „einzelne Personen, die ohne Rücksicht nach oben kommen wollen und sich wichtiger machen, als sie sind.“

Konkurrenzkämpfe

Viele der Befragten fühlen sich von ihren Teamkollegen im Stich gelassen: In jedem fünften Team unterstützt man sich nicht gegenseitig (21 Prozent), und in knapp jedem dritten Büro (29 Prozent) stehen Konkurrenzkämpfe auf der Tagesordnung. „Alleingänge ohne Kommunikation“, „Konkurrenz unter Mitarbeitern“ und „die selbstherrliche Rechthaberei einer Kollegin“ sind nur einige der Kritikpunkte, die Arbeitnehmer in der täglichen Arbeit stören.Problematisch wird es, wenn das Konkurrenzdenken die tägliche Zusammenarbeit behindert: So werden in fast jedem vierten Team (24 Prozent) wichtige Informationen zurückgehalten oder zu spät weitergegeben. „Individuelle Einzelplanung ohne Rücksprache“ nennt das einer der Befragten, „wodurch andere unerwartet unter zusätzlichen Druck geraten und vorbereitete Pläne durchkreuzt werden.“ Weitere Beschwerden betreffen die „langsame Kommunikation“ und „Alleingänge einzelner Kollegen“.

Inseldenken und doppelte Arbeit

Nicht zuletzt kritisieren die befragten Angestellten, dass im Team nicht offen und frei miteinander gesprochen wird (25 Prozent) und Kollegen wichtige Informationen zurückhalten (24 Prozent). Als „Inseldenken“ kritisiert das einer der Studienteilnehmer: Wegen unzureichenden Informationen würden oft zwei Mitarbeiter am selben Thema arbeiten „und wissen es nicht mal.“