Land verschärft kurzfristig Auflagen für Veranstalter

Kultur / 10.01.2022 • 21:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die SOV-Konzerte unter Leo McFall dürfen nicht stattfinden. SOV/Mathis
Die SOV-Konzerte unter Leo McFall dürfen nicht stattfinden. SOV/Mathis

Am Freitag gab es offiziell grünes Licht, am Montagabend kam das Aus für das Symphonieorchester.

Bregenz Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) muss die für Samstag und Sonntag, 15. und 16. Jänner, geplanten Abokonzerte in Bregenz und Feldkirch nun doch absagen. Entgegen der bisherigen Ankündigung, über die die VN am letzten Samstag berichteten, bleibt die Zahl der Zuschauer bei Veranstaltungen in Vorarlberg nämlich auf maximal 500 beschränkt. Noch am vergangenen Freitag hatte SOV-Geschäftsführer Sebastian Hazod die Auskunft erhalten, dass die strengeren Maßnahmen nicht verlängert werden. Dies wurde vonseiten der Kulturabteilung im Amt der Landesregierung den VN auch so bestätigt.

2G plus-Regel hätte gegolten

„Enttäuscht und sehr verärgert“ zeigt sich Hazod deshalb am gestrigen Abend: „Die Entscheidung des Landeshauptmanns ist für mich inhaltlich nicht nachvollziehbar, der Zeitpunkt fünf Tage vor dem Konzert ist für uns eine Katastrophe.“ Das Orchestermanagement sucht nun nach einem Ersatztermin für die Produktion mit Chefdirigent Leo McFall, der kurz zuvor seine Reise nach Vorarlberg angetreten hatte, um mit den Orchestermusikern zu proben. Landeshauptmann Markus Wallner hat die Vorarlberger Sonderregelung am Montag verlängert, was die Veranstalter erst am Nachmittag in Erfahrung bringen konnten. Damit gelten in Vorarlberg vorläufig noch bis 20. Jänner strengere Regelungen als im übrigen Österreich. Warum das so ist, erschließe sich ihm nicht, erklärte Hazod. Die Inzidenz in Vorarlberg sei derzeit niedriger als im Österreich-Durchschnitt. Für das Konzert hätte die 2G plus-Regel gegolten. Die Besucher hätten zusätzlich zur Impfung einen aktuellen PCR-Test benötigt. Die Absage trifft das Orchester schwer: Für das SOV fallen für eine solche Produktion Kosten von rund 120.000 Euro an. VN-cd

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