Auf dem Poolbar-Gelände geht’s ans Eingemachte

Kultur / 06.07.2022 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Herwig Bauer behält bei den Aufbauarbeiten den Überblick. VN/Stiplovsek

Rund 50 Mitarbeiter verpassen dem Poolbar-Gelände vor dem Festivalauftakt den letzten Feinschliff.

feldkirch Noch wird auf der Reichenfeldwiese und im Alten Hallenbad gefräst, gepinselt, gehämmert und gebohrt.

Rund 50 Mitarbeiter verpassen dem Poolbar-Gelände in diesen Tagen den letzten Feinschliff. Getränkekisten werden in Sitzhocker verwandelt, Plakate an die Fassade montiert und Scheinwerfer installiert. Schon an diesem Wochenende wird der Lärm der Baumaschinen durch gute Musik und ausgelassene Festivalstimmung ersetzt. “Bisher gab es keine gröberen Zwischenfälle. Letztes Jahr um diese Zeit wurde unser Werkzeugcontainer ausgeraubt, das ist uns zum Glück erspart geblieben”, sagt Festivalleiter Herwig Bauer (49) schmunzelnd.

Marie (24) und (Ronja) packen tatkräftig mit an.
Marie (24) und (Ronja) packen tatkräftig mit an.

Ein Großteil der Mitarbeiter packt seit vielen Jahren bei den Aufbauarbeiten mit an. Tatkräftige Unterstützung gibt es heuer auch von Lehrlingen der Firma Collini und Liebherr. “Schon beim Aufbau ist die Festivalstimmung spürbar”, freut sich der Poolbar-Chef. Seit knapp drei Wochen wird nicht nur an den Holzkonstruktionen im Außengelände gewerkelt, auch das Alte Hallenbad wird festivaltauglich gemacht. Das gestalterische Konzept, das heuer unter dem Titel “Am Rand” steht, wurde bereits im Vorfeld von den Teilnehmern des Poolbar-Generators erarbeitet. “Das Motto spiegelt sich unter anderem auf dem Gelände wider. Die Ränder werden so versetzt, dass sie als solche inszeniert werden und daher mehr in den Fokus rücken”, erklärt Bauer.

Das Motto wird beim Poolbar-Festival nicht nur architektonisch, sondern auch inhaltlich umgesetzt. Die Berufsfotografen aus Vorarlberg haben es sich etwa zur Aufgabe gemacht, das Thema in einer Ausstellung aufzugreifen. Zudem hat sich das Team die Ressourcenschonung auf die Fahnen geheftet. “Wir müssen nicht alles neu produzieren, wir setzen auf Bodenständigkeit und verwenden Material aus früheren Jahren wieder, wie zum Beispiel alte Planen.” Sogar Plastikverschlüsse von Getränkeflaschen werden einer neuen Nutzung zugeführt, indem sie geschreddert und in Poolbar-Schmuck verwandelt werden.

Herwig Bauer ist zuversichtlich, dass das Festival trotz steigender Coronazahlen uneingeschränkt durchführbar sein wird. “Ich verfolge die Zahlen schon, ich glaube aber nicht, dass sich in den kommenden Wochen viel ändern wird.” Auch der Vorverkauf signalisiere, dass es eine gute Festivalsaison werden wird. “Die Leute haben große Lust auf Konzerte. Der Ticketverkauf läuft sogar noch besser als in vor Corona-Zeiten.” Besonders groß war der Andrang auf Konzerttickets für die Sportfreunde Stiller, die am 8. Juli das Auftaktkonzert geben. “Das habe ich selten erlebt. Wir hätten auch fünf Hallen ausverkaufen können.”

Poolbar-Festival: 7. Juli bis 14. August im Alten Hallenbad in Feldkirch. Programm und Tickets unter: www.poolbar.at, Soft-Opening am 7. Juli mit Pool-Quiz

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