Zeigen und repräsentieren

Kultur / 25.11.2022 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Andreas Fogarasi wurde 2007 auf der 52. Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.Gergely Oláh
Andreas Fogarasi wurde 2007 auf der 52. Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.Gergely Oláh

Ausgewählte Werke von Andreas Fogarasi in der vai Bibliothek.

Dornbirn Andreas Fogarasi beschäftigt sich in seinen Installationen, Skulpturen, Videos und Fotografien mit dem Akt des Zeigens und der Repräsentation. Er analysiert, wie Orte, Städte, politische Ideen oder historische Ereignisse zu Bildern werden und welche Rolle die Kultur – Kunst, Architektur und Design – in diesem Prozess spielt. Grundlage seiner Arbeiten bildet die kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen politischer Aneignung von visueller Kultur heute: dem Prozess der Kulturalisierung der Ökonomie – sei es durch „kreative“ Arbeits- und Entlohnungsmodalitäten, durch Kultur als Motor von Stadtentwicklung und als Standortfaktor im Wettbewerb um Touristen, Investoren und Aufmerksamkeit.

Im Vorarlberger Architektur Institut zeigt Fogarasi eine Reihe von Arbeiten, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, mit dem Thema der Stadtkarte und ihrer Symbolik spielen oder historische Gebäude in Versatzstücken an neue Orte tragen. Die in der Lesezone gezeigten Material-Assemblagen sind so sowohl Bild als auch Skulptur, Dokumente eines vergangenen Zustands und Informanten im Hier und Jetzt.

Andreas Fogarasi wurde 1977 geboren. 2007 wurde er für seinen Beitrag im ungarischen Pavillon auf der 52. Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, 2016 erhielt er den Otto Mauer Preis. Seine Werke wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen repräsentiert. Er lebt und arbeitet in Wien. VN-AMA

25. November 2022 bis 1. April 2023, vai Vorarlberger Architektur Institut, Marktstraße 33, 6850 Dornbirn

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