Kriminalroman rund um das Virus

Kultur / 06.01.2023 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kriminalroman rund um das Virus

Ein Philosophieprofessor gerät in einen Coronakrimi.

SPANNUNG Der gebürtige Bregenzer Günther Mayr ist den meisten als Leiter der Wissenschaftsredaktion des ORF bekannt. Als solcher berichtete er während der Pandemie pointiert und auf den Punkt gebracht über die neuesten Corona-fakten.

Dabei fand der 56-Jährige noch die Zeit, einen Krimi über das so heimtückische Virus zu schreiben. Und der faktenbasierte „Corona-erklärer der Nation“ taucht dabei durchaus in mysteriöse Welten ein. Denn ausgerechnet nach der dritten Impfung fällt die Freundin des Protagonisten „Herr Kuranaga“ ins Koma. Weitere Menschen erkranken nach der Impfung. Also wird „Herr Kuranaga“, ein aus Japan stammender Philosophieprofessor, der die traditionsreichen Tugenden eines Samurai mit österreichischer Lebensart verbindet, zum Privatdetektiv.

Unterstützung beim Nachforschen erhält er von einem befreundeten Arzt im AKH, der eben auf einem Kongress zum Thema war und Impfgegner, in deren Beschreibung viel vom Geschehen auf Österreichs Straßen seit 2020 steckt, „Idioten“ nennt. Zugleich hadert dieser mit der Wissenschaft: „Wenn etwas bei einem Fachkongress zur Sprache kam, nicht aber in die Öffentlichkeit gelangte – war das dann Vertuschung?“ Eine Polizistin in Tokio und eine Hongkonger Virologin kämpfen mit ihnen, ein Londoner Arzt sowie die Chefin einer Sicherheitsfirma sind die Bösen. Mayr verknüpft voll Erzähllust rasche Schauplatzwechsel mit Wissenschaftsethik und Gesellschaftskritik. CRO

Günther Mayr, Herr Kuranaga. Ein Samurai zwischen Sushi und Schweinsbraten, Ueberreuter, 200 Seiten

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.