Performance Brunch im tanzRaum

Kunst, Genuss und Begegnung in Dornbirn.
Dornbirn Am 17. November öffnet das Tanzzentrum tanzRaum Dornbirn seine Türen für den „Performance Brunch“ – eine Veranstaltung, die Kunst, Kulinarik und Begegnung zu einem einzigartigen Erlebnis verbindet. Von 11 bis ca. 14.30 Uhr erwartet die Gäste eine interaktive Reise durch vier sorgfältig kuratierte Performances und ein mehrgängiges Brunch-Menü. Dabei stehen nicht nur die Künstler auf der Bühne im Mittelpunkt, sondern auch die direkte Begegnung zwischen Publikum und Kreativen im gemeinsamen Gespräch.

Mit einer zehnjährigen Erfolgsgeschichte, die 2014 im Wiener Volkskundemuseum begann, hat sich der Performance Brunch mittlerweile in sechs österreichischen Bundesländern und sogar in Luxemburg etabliert. Mehr als 65 Veranstaltungstage mit 136 Künstlern und Künstlergruppen zeugen von der Beliebtheit des Konzepts. In Vorarlberg findet die Veranstaltung bereits zum fünften Mal statt und bietet mit ihrer offenen, ungezwungenen Atmosphäre eine lebendige Alternative zu konventionellen Theaterformaten. Hier wird Kunst dynamisch erlebt, im ständigen Wechsel von Raum und Perspektive – ein Erlebnis, das die Gäste nicht nur visuell, sondern auch kulinarisch verwöhnt.

Der Tag ist klar strukturiert: Vier Performances, die jeweils zwischen 15 und 30 Minuten dauern, wechseln sich mit drei kulinarischen Gängen ab. Zu Beginn wird ein Starter serviert, nach den ersten beiden Darbietungen folgt ein Zwischengang. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Brunch. Dieses Arrangement bietet nicht nur Gelegenheit zur Stärkung, sondern auch Zeit für Gespräche und Reflexionen über die gesehenen Stücke. So verschwimmen die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum und es entsteht ein lebendiger Dialog.

„3 Tage am Meer“ von Marina Rützler zur Musik von Patrick Gutensohn setzt sich tänzerisch mit den Übergängen und Zwischenräumen des Lebens auseinander. Die Vorstellung entführt das Publikum an imaginäre Küsten, die zum Innehalten und Nachdenken einladen.
„Tribute to Erika Gangl und der neue Tanz“ ist eine Buchpräsentation von Tanja Brandmayer zu Ehren der Linzer Tanzpionierin Erika Gangl. Die Tanzhistorikerin Andrea Amort beleuchtet das Werk der visionären Tänzerin und Pädagogin, die mit ihrem avantgardistischen Stil die österreichische Tanzszene nachhaltig geprägt hat.

„Bruch-Stück“, eine Uraufführung unter der Regie von Marina Koraiman, reflektiert tänzerisch Raum, Ausdruck und Bewegung. Rebekka Pichler interpretiert Gangls Prinzipien auf ihre Weise, begleitet von den Klängen der Vertikalharmonika von Günther Gessert – einem seltenen, charaktervollen Instrument.
„About Home“ von Teresa Distelberger ist ein dialogisches Stück, das zur Auseinandersetzung mit Heimat und Zugehörigkeit einlädt. Durch Fragen nach Identität, Ausgrenzung und den eigenen Wurzeln regt das Stück zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff an – ein Thema von zeitloser Relevanz.