Bosch und Bösch – digital und analog

Kultur / 02.01.2026 • 12:15 Uhr
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Am 4. Jänner findet um 11 Uhr eine Autorenlesung mit Werner Marxx Bosch und Karlheinz Pichler statt. Werner Marxx Bosch

Finissage mit Autorenlesung von Werner Marxx Bosch und Karlheinz Pichler.

Lustenau In der Lustenauer Galerie Villa Marxx ist derzeit anhand von Werken des Hörbranzer Malers Richard Bösch sowie des Lustenauer Künstlers Werner Marxx Bosch eine Gegenüberstellung von digitaler und analog-klassischer Malerei zu sehen. Im Rahmen der Finissage findet am 4. Jänner um 11 Uhr eine Autorenlesung mit Werner Marxx Bosch und Karlheinz Pichler statt. Bosch liest dabei eigene Gedichte, Aphorismen und Texte mit sehr speziellen Ansichten zur Kunst, der Publizist und Autor Karlheinz Pichler wiederum wartet mit skurillen und schrägen Geschichten aus der Kunstszene auf. Ein spannender und unterhaltsamer Sonntagvormittag ist vorprogrammiert. Es ist auch die letzte Möglichkeit, die repräsentativen aktuellen Werkquerschnitte von Bosch und Bösch zu besichtigen.

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Werner Marxx Bosch

Richard Bösch gilt in Vorarlberg als einer der eigenständigsten, wenn nicht gar radikalsten Vertreter der klassischen (Acryl)-Malerei. Die Malerei steht bei ihm ganz für sich allein. Es geht ihm um Malerei pur, deren Sinn vor allem im Erleben liegt, und zwar sowohl für den Künstler als auch den Betrachter. Die neuesten Werke erinnern an feine Netzwerke, die durch das Übereinanderlegen vieler Farbschichten entstehen. Es ist eine strukturierte Poesie der Farben.
Richard Bösch kam am 21. Juni 1942 in Bregenz zur Welt. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (1963-1968) bei Robin Christian Andersen, Herbert Boeckl und Walter Eckert ließ er sich als „Wachsamer in der Provinz“ in Vorarlberg nieder.

Bild 2 - zwei Arbeiten von Richard Bösch, beide O.T., Acryl auf Leinwand, 2024.jpg
Werner Marxx Bosch


Werner Marxx Bosch beschäftigt sich seit vielen Jahren mit digitaler Malerei. Er betrachtet die Arbeit und das Experiment mit digitalen Werkzeugen als eine Fortsetzung und Weiterentwicklung seiner abstrakten, transfragmentarischen Malerei. Es entsteht ein kosmisches, malerisches Universum das die Tiefe und Unbegrenztheit digitaler Ästhetik visualisiert. Der Künstler studierte 1980-1987 an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Oswald Oberhuber und Peter Weibel. Er lebt und arbeitet in Lustenau und Bregenz.