“Es ist etwas ganz Besonderes, das Festival mitzugestalten”

Kultur / 24.02.2026 • 14:17 Uhr
"Es ist etwas ganz Besonderes, das Festival mitzugestalten"
Grafiklabor-Leiter Michael Marte (vorne) mit den Studierenden Amelie, Jil, Emanuel und Peter. VN/Beate Rhomberg

Beim Poolbar-Generator wird der Grundstein für das Sommerfestival gelegt. Rund 40 Studierende erarbeiten in der Villa Rosenthal das gestalterische Konzept.

Hohenems In den Räumlichkeiten des Literaturhauses in der Villa Rosenthal wird konzentriert gearbeitet. Im Architekturlabor stehen Tische voller Skizzen, Modelle und Entwürfe. Die Studierenden diskutieren Entwürfe, sammeln Ideen und überlegen, welche Richtung das optische Konzept des Poolbar-Festivals einschlagen soll. Mit dabei ist auch Alina Vigl. Die 24-jährige Architekturstudentin aus Dornbirn kennt das Festival schon lange. “Ich war schon öfter auf dem Poolbar-Festival”, erzählt sie. Dass sie es nun selbst mitgestalten darf, sei etwas ganz Besonderes. “Das Konzept dieser Workshopreihe ist wirklich toll. Wir Studierenden bekommen hier die Möglichkeit, ein Festival mitzugestalten und Einblick in alles zu bekommen. Das schätze ich sehr.”

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Für Alina Vigl aus Dornbirn ist es etwas ganz Besonderes, am gestalterischen Konzept des Festivals mitwirken zu dürfen. VN/Beate Rhomberg

Der Poolbar-Generator steht heuer unter dem Überthema “_Stellen”. “Wir beschäftigen uns gerade intensiv mit Haltestellen”, erklärt Alina Vigl. Gemeinsam habe man das Gelände analysiert und überlegt, wo sich das Thema räumlich umsetzen lässt. “Nun geht es darum, die Pavillons in eine klare Formsprache zu bringen”, erklärt sie.

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Im Architekturlabor werden Ideen gesammelt und Konzepte erstellt.VN/Beate Rhomberg

Das diesjährige Motto “_Stellen” sei bewusst offen gewählt, erklärt Generator-Organisatorin Lilian Furrer. Jede Gestaltungsdisziplin könne damit etwas anfangen. “Es geht um Leerstellen, um Baustellen oder darum, etwas bewusst hinzustellen. Mit dem Motto kann man sprachlich spielen und genauso räumlich oder visuell”, freut sich Furrer.

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Die Architektur des Sommerfestivals in einem ersten Modell. Beate Rhomberg

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Insgesamt wird heuer in sieben verschiedenen Labors gearbeitet. Neben dem Architekturlabor entwickeln Studierende Konzepte in den Bereichen Kunst, Grafik, Produktdesign und Sprache. Erstmals ist auch ein Musiklabor beim Poolbar-Generator vertreten. “Teil des Musiklabors sind Studierende der Stella Musikschule und externe Musiker. Sie erarbeiten neben kleinen Musikstücken auch das Rahmenwerk für unsere Abschlusspräsentation. Musikalisch beschäftigen sie sich mit den Klangwelten der isländischen Sängerin Björk”, verrät Lilian Furrer.

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Erstmals ist auch ein Musiklabor Teil des Poolbar-Generators. VN/Beate Rhomberg

Während in einem Raum bereits eifrig musiziert und geprobt wird, entstehen im Grafiklabor unter der Leitung von Michael Marte die ersten Visualisierungen für die Plakate. Zahlreiche Entwürfe hängen an den Wänden, weitere liegen am Boden. “Wir sind noch ganz am Anfang”, sagt Amelie Schaeberle. “Wir versuchen, viel mit Schriftarten und Farben zu spielen.” Ziel sei es, das Motto gestalterisch unterschiedlich umzusetzen und verschiedene Varianten auszuprobieren. Für die gebürtige Münchnerin, die Visuelle Kommunikation studiert, ist der Generator eine besondere Gelegenheit, Praxiserfahrung zu sammeln. “Ich finde es schön, die ganzen Leute kennenzulernen. Alle kommen aus unterschiedlichen Richtungen – geografisch genauso wie fachlich. Gerade dieser Austausch macht für mich den besonderen Reiz aus”, sagt sie.

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Victor Dölle war 2017 selbst Teilnehmer des Poolbar-Generators. Heute leitet er das Architekturlabor. VN/Beate Rhomberg

Dass der Generator prägen kann, weiß auch Architekturlaborleiter Victor Dölle. Er war selbst vor etlichen Jahren Generator-Teilnehmer. Heute steht er auf der anderen Seite und begleitet die Studierenden durch den Prozess. “Es macht Spaß, mit so vielen kreativen Menschen zusammenzuarbeiten”, sagt Dölle. “Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue, wenn frischer Wind hereinkommt und wir dadurch auch selbst immer wieder neu herausgefordert werden.”

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Amelie Schaeberle studiert Visuelle Kommunikation und arbeitet an den ersten Plakaten für das Festival. VN/Beate Rhomberg

Ergänzt wird die Arbeit in den Labors durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Exkursionen, etwa zu den Bregenzer Festspielen oder in den Werkraum Bregenzerwald. Öffentliche Vortragsreihen und das Format der Gastkritik bringen zusätzliche Impulse von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Gestaltungsbereichen. Zu Gast sind heuer Architekt Ernst Waibel, die Designerinnen Swedish Girls, Birgit Kappeler von Studio Ingeborg und dem Kollektiv Kirschstraße Zwo sowie der Leuchtendesigner Matthias Hemp. Die Abschlusspräsentation findet am 28. Februar um 16 Uhr statt.

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