“Windwerk” mit Neuer Struktur

Jubiläum im kommenden jahr und Zukunftspläne des Sinfonischen Blasorchesters.
Götzis Das Sinfonische Blasorchester “Windwerk” hat in den vergangenen Wochen künstlerisch und organisatorisch wichtige Akzente gesetzt. Mit den Konzertabenden „Wind Perspectives“ in Götzis und Toblach präsentierte sich das Orchester als Klangkörper, der sinfonische Blasmusik in großer stilistischer Bandbreite hörbar machte. Zugleich wurden bei der Generalversammlung Entscheidungen getroffen, die “Windwerk” mit neuer Struktur und klaren Zuständigkeiten in die Zukunft führen sollen.
Im Mittelpunkt standen Jakob Augschöll, Daniel Muck und Daniel Niederegger. Für die drei jungen Dirigenten bildeten die Auftritte den Abschluss ihres Masterstudiums Blasorchesterleitung und Instrumentierung am Konservatorium „Claudio Monteverdi“ in Bozen. Gemeinsam mit dem Orchester erarbeiteten sie ein Programm mit Uraufführungen und Werken aus dem internationalen Blasorchesterkanon. Das Publikum erlebte Musik, die kraftvoll und differenziert, experimentierfreudig und zugleich zugänglich angelegt war.
Der Erfolg spiegelt sich im Ergebnis der Abschlussprüfungen wider. Augschöll, Muck und Niederegger beendeten ihr Studium mit der Höchstpunktezahl und dem Prädikat „Summa cum laude“. Für Thomas Ludescher, künstlerischer Leiter von “Windwerk” und Professor für Blasorchesterleitung in Bozen, zeigte „Wind Perspectives“, wie sehr künstlerische Entwicklung von Offenheit, Vertrauen und intensiver Probenarbeit lebt.
Lust auf Zukunft
Parallel dazu wurden die organisatorischen Grundlagen neu geordnet. Die Generalversammlung beschloss einstimmig eine neue Vereinsstruktur. Nach der Auflösung der bisherigen gGmbH stellt sich “Windwerk” künftig als Verein breiter auf. Aufgabenbereiche wie künstlerische Strategie, Marketing, Betriebsbüro, Organisation, Finanzen und Sponsoring wurden klar definiert. Grundlage ist der Strategieprozess „Lust auf Zukunft“, der seit Anfang 2026 Impulse liefert.
Auch personell wurden die Zuständigkeiten neu festgelegt. Katrin Berchtold wurde zur Obfrau gewählt, Thomas Ludescher übernimmt die Funktion des künstlerischen Leiters. Dem Vorstand gehören Martin Bischof, Marina Mathis, Peter Kasper und Verena Wegscheider an. Thomas Rudigier, Landesobmann des Vorarlberger Blasmusikverbands, ist ebenfalls Teil des Vorstands.
Berchtold sieht “Windwerk” gut gerüstet: Künstlerisch sei das Orchester hervorragend aufgestellt, nun werde auch organisatorisch jene Struktur geschaffen, die eine nachhaltige Weiterentwicklung ermögliche. Ziel sei es, Verantwortung zu teilen, Kräfte zu bündeln und mit klarer Perspektive in das Jubiläumsjahr 2027 zu gehen.
Dieses steht im Zeichen des 30-jährigen Bestehens. Geplant sind ein Jubiläumskonzert, ein Projekt im Rahmen einer Dirigierprüfung mit Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusikern sowie weitere Programmpunkte. So verbindet “Windwerk” den Rückblick auf eine erfolgreiche Entwicklung mit einem Aufbruch, der künstlerische Neugier, regionale Verankerung und professionelle Strukturen zusammenführt.