Ein Jubiläum im Zeichen großer Namen

Die Bregenzer Meisterkonzerte feiern ihr 40-jähriges Bestehen mit Kennedy, Gardiner, Buniatishvili und einer Uraufführung von Richard Dünser.
Bregenz Die vom Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz veranstaltete Reihe zählt seit vier Jahrzehnten zu den Fixpunkten des klassischen Musiklebens in der Region und bringt im Jubiläumsjahr internationale Gäste in den Großen Saal des Festspielhauses. Sechs Meisterkonzerte, ein Begleitprogramm in der Klosterkirche Mehrerau, Vermittlungsangebote sowie künstlerische Interventionen prägen die Saison.
Bürgermeister Michael Ritsch spricht von einem besonderen Jubiläum: Was 1986 begonnen habe, habe sich zu einer der bedeutendsten Konzertreihen der Region entwickelt und bereichere das kulturelle Leben weit über Bregenz hinaus. Die Saison würdige vier Jahrzehnte musikalischer Spitzenleistungen und lade dazu ein, die verbindende Kraft der Musik zu erleben. Kulturstadtrat Reinhold Einwallner verweist auf die Verankerung der Meisterkonzerte in Bregenz, auf ein treues Publikum, Tradition und das Bekenntnis der Stadt zur Kultur.

Eröffnet wird die Jubiläumssaison am Samstag, 14. November 2026, von Nigel Kennedy. Der Geiger, Pianist und Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz und Pop gestaltet mit „The Kennedy Ensemble“ das Programm „Spiritual Connection“. Werke von Bach, Händel, Gershwin, Ryuichi Sakamoto, Krzysztof Komeda und Vivaldi treffen auf eigene Kompositionen und Arrangements Kennedys. Der Auftakt setzt damit auf Offenheit, Freiheit und eine unverwechselbare persönliche Handschrift.
Bachs h-Moll-Messe
Am Samstag, 5. Dezember 2026, folgen die „Zagreb Soloists“ gemeinsam mit dem Oboisten Ramón Ortega Quero. Unter dem Titel „La Serenissima – Italienische Meisterwerke“ erklingen Kompositionen von Vivaldi, Cimarosa, Corelli, Marcello, Respighi und Geminiani. Bardh-I Rafet Jonuzi-T wird die Bühnenrückwand mit einer Projektion bereichern. Mit den Wiener Symphonikern kehrt am Donnerstag, 21. Jänner 2027, ein der Reihe eng verbundener Klangkörper nach Bregenz zurück. Unter Petr Popelka und mit María Dueñas als Solistin stehen Mozarts Symphonie Nr. 25, Barbers Violinkonzert und Dvořáks Achte auf dem Programm.
Ein geistlicher Höhepunkt ist am Samstag, 20. Februar 2027, zu erwarten, wenn Sir John Eliot Gardiner mit „The Constellation Orchestra“ und „The Constellation Choir“ Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe aufführt. Am Samstag, 13. März 2027, gastiert Khatia Buniatishvili mit Werken von Schumann, Brahms, Chopin, Sofia Gubaidulina und Prokofjew. Die Bühnenwand gestaltet der Vorarlberger Künstler Lorenz Helfer.

Den Abschluss bildet am Samstag, 3. April 2027, das Orchestra Sinfonica di Milano unter Nir Kabaretti mit Maxim Rysanov als Solist. Neben Verdis Ouvertüre zu „La forza del destino“ und Dvořáks Symphonie „Aus der Neuen Welt“ wird ein Konzert für Viola und Orchester von Richard Dünser uraufgeführt. Der Kompositionsauftrag an den Vorarlberger Komponisten setzt im Jubiläumsjahr ein Zeichen für regionales Musikschaffen. Auch die visuellen Resonanzen zeigen, dass die Meisterkonzerte Verbindungen zwischen Kunstsparten suchen und Vorarlberger Künstlerinnen und Künstlern zusätzliche Räume eröffnen.