Raumplanung

Leserbriefe / 04.11.2019 • 18:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

und Wirtschaft

Schlagworte wie „Es geht um das Gesamtwohl der Bevölkerung“ und die Forderung, die Raumplanung aus der Umklammerung des Wirtschaftsressorts zu lösen, werden als „grundvernünftig und notwendig“ angeboten. Von der isolierten Raumplanung wird erwartet, dass sie „die vorgestrigen Modelle, die direkt in den Abgrund führen“, ablehnt. Dass in der Vergangenheit zahlreiche Textilbetriebe Opfer der Billigkonkurrenz wurden und sich einige nichttextile Betriebe aus kleinen Werkstätten zu beachtlichen Unternehmen mit Bedarf an Räumlichkeiten und Verkehrsflächen entwickelt und damit Arbeitsplätze geschaffen haben, sollte zumindest zur Kenntnis genommen werden. Mit den Abgaben dieser Betriebe finanzieren wir unser Gesundheitswesen, die öffentliche Ordnung, Beiträge für die Kultur, den Umweltschutz und auch Unterstützungen für Vereine. Auch die Pensionen werden aufgrund des Umlageverfahrens überwiegend von den aktiv in der Wirtschaft arbeitenden Personen bezahlt.

Raumplanung und Wirtschaft sind eine untrennbare Einheit. Wer die Trennung verlangt, schafft eine dritte Institution, die zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursacht, wenn sie einen Interessenausgleich schaffen soll. Die Entscheidung eines Politikers, der für die Raumplanung und die Wirtschaft verantwortlich ist und dessen Partei wiedergewählt werden will, ist für das Gesamtwohl realistischer als die eines unbeteiligten Richters, der primär auf mögliche Verfahrensmängel achtet und mit großer Zeitverzögerung nur einen Akt zu erledigen hat. Die von Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser verfolgte Politik verdient Anerkennung.

Dr. Heinz Hinterberger, Hohenems