„Lobbyismus für die Jugend“

Leserbriefe / 20.07.2020 • 17:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ergänzung zum Kommentar von Gerold Riedmann, VN vom 18. Juli:

Dem Kommentar von Chefredakteur Riedmann kann ich nur vollinhaltlich zustimmen, wenn er an die politischen Versprechen von LH Wallner erinnert. Vorarlberg zum „chancenreichsten Lebensraum für Kinder“ bis 2035 zu machen, klingt sehr ambitioniert und leider wie so oft nach Seifenblasen-Politik. Als Ergänzung zu Riedmanns Aufzählungen möchte ich an das Versprechen Wallners und seiner Regierungen erinnern, das Projekt der Modellregion einer Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg umzusetzen. Der Allparteienbeschluss des Vorarlberger Landtags vom 9. Juli 2015 ist nach wie vor in Kraft. Gerade in Coronazeiten hat sich wiederum auf die grässlichste Weise bestätigt, dass Kinder und Jugendliche aus prekären familiären Verhältnissen ihrer Bildungschancen noch mehr beraubt werden. Die Chancenungleichheit durch unser Bildungssystem, in dem 10-Jährige in AHS- und Mittelschüler(innen) selektiert werden, hat sich potenziert. Dass dem LH Wallner die Gemeinsame Schule kein Anliegen ist, hat er mehrfach bewiesen. Und die Bildungslandesrätin Schöbi-Fink scheint immer noch darauf zu warten, dass sich die Gymnasien freiwillig am „hervorragenden“ Konzept des Landes zur Mittelschule beteiligen, wie sie nach ihrem Antritt in einem Gespräch mit Vertreter(in­ne)n
der ARGE Gemeinsame Schule treuherzig gemeint hat.

Prof. Mag. Peter Fischer, Sprecher der ARGE Gemeinsame Schule, Rankweil

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