Briefträgerantrag

Leserbriefe / 18.03.2021 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Bericht in den VN vom Sa., 13. März: „Hard schnürt Hilfspaket für Flüchtlingslager“. Der Gestaltungswillen der Mehrheit in der Harder Gemeindevertretung muss sehr gering sein. Da stellen zwei Fraktionen den Antrag, an den Bund zu appellieren, Flüchtlinge aus den verheerenden Lagern in Griechenland aufzunehmen. Türkis und Rot sind sich einig: das bringt nichts und lehnen ab. Weil Kurz dagegen ist, bilden ÖVP, SPÖ und FPÖ eine seltsame Allianz und verständigen sich aufs Schweigen gegenüber dem Bund. Statt dessen einigt man sich in der Gemeindevertretung auf „Hilfe vor Ort“.

Warum nicht das eine tun und das andere nicht lassen? Merke: Nur wenn es viele sagen, führt das zu einem Umdenken bei Kurz und Co. Umso wohltuender ist der Appell der österreichischen Bischöfe an den Bund: „Ein humanitäres Aufnahmeprogramm ist konkreter Ausdruck jener Werte, für die Europa und das Christentum stehen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Rot und Türkis könnten davon lernen, wenn sie wollten.

Peter Kopf, Hard