Entscheidung

Leserbriefe / 28.04.2021 • 17:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ist überfällig

Na endlich kommt die Diskussion in Gang: Unterflurtrassen für Straße und den Zug, neue Freiräume, besserer Zugang zum See, frische Luft im Rathaus. Bregenz muss sich eine grundsätzliche, strategische Frage stellen: Soll Bregenz eine Fußgängerstadt werden mit Flanierflächen und einem prosperierenden Handel (siehe Fußgängerzonen in Großstädten) oder soll Bregenz der alte Verkehrsknotenpunkt bleiben mit entsprechender Belastung. Bisher ist Bregenz beides: Fußgängerstadt mit Durchzugsverkehr, ungeregelten Zebrastreifen an HTL und Hauptpostamt, langen Wartezeiten und endlosen Staus bis Lochau. Schiffsladungen von Touristen, die zur Pfänderbahn schlendern, bringen den Verkehr zum Erliegen. Die Hoffnung, dass sich durch die Verlangsamung des Verkehrs das Aufkommen reduziert, ist schon seit 30 Jahren ein Irrglaube. Staus aber sind eine unzumutbare Umweltbelastung.

Wenn Bregenz eine Durchzugstraße bleiben soll, müssen die genannten Übergänge ampelgeregelt werden, weiter wie bisher geht es nicht mehr.

Bregenz als Fußgängerstadt? Etliche Städte in Europa haben es geschafft, ihre Innenstädte vom Verkehr zu befreien. In Bregenz hieße das: Die Straße und die Bahn unter die Erde (wie von „Mehr am See“ seit Jahren gefordert wird). Der Durchgangsverkehr wird über die Stadtumfahrung (Pfändertunnel) geleitet. Also Vorrang-
änderung und Landesstraßenschilder beim Citytunnel und in Lochau, Einfahrt in die Stadt nur für Busse, Anwohner, Lieferservice und Parkplatzbesucher. Eine Entscheidung ist abolut überfällig!

Otto Kazil,

Bregenz