Weihnachtsfriede

Leserbriefe / 12.12.2021 • 18:55 Uhr

1984 eskalierte der Streit um den Bau eines Wasserkraftwerks in der Hainburger Au, Tausende Demonstranten vor Ort und Zehntausende in Wien, um den Bau zu verhindern. Der damalige Bundeskanzler Sinowatz erkannte die brisante Lage und erklärte am 22. Dezember einen Weihnachtsfrieden. Der Verwaltungsgerichtshof verhinderte weitere Rodungen und hob den Wasserrechtsbescheid 1986 auf. Jetzt sind Hunderttausende auf den Straßen und protestieren gegen das Coronamanagement der Regierung – insbesondere die angekündigte Impfpflicht und Drangsalierungen. Die heutigen Verhältnisse sind klar belegbar auf das Versagen der Politik zurückzuführen, welche durch unzählige Lügen (u. a. „Pandemie der Ungeimpften“ entkräftet im Lancet durch Kampf Günter: „Stigmatisierung der Ungeimpften nicht gerechtfertigt“) von ihrem Versagen ablenken will und über angefütterte Medien ihre Propaganda verbreitet und nicht nur den Menschen, sondern auch der Wirtschaft geschadet hat. Dem Prinzip der Verächtlichmachung, Ausgrenzung folgte bisher immer die Entmenschlichung und dann Vernichtung. Sind wir wieder soweit? Wir haben jetzt eine neue Regierung und der ehemalige Scharfmacher Nehammer hat nun Gelegenheit, einen Kurs der Vernunft und Versöhnung einzuschlagen sowie die Impfpflicht dauerhaft zu beerdigen. Nochmals Kampf Günter: „Ich rufe Entscheidungsträger und Wissenschaftler auf, die unangemessene Stigmatisierung von Ungeimpften (Patienten, Kollegen und andere Mitbürger) zu stoppen und durch zusätzliche Bemühungen unsere Gesellschaft zusammenzubringen.“

Dieter Henn, Bludenz