Liebes Österreich, bitte aufwachen!

Leserbriefe / 05.04.2022 • 18:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eigentlich sollte es doch in absehbarer Zeit keinem konventionellen Krieg mehr geben, wie es uns immer wieder von selbsternannten Experten bei jeder Gelegenheit prophezeit wurde. Viele hatten ohnedies kein militärisches Fachwissen. Nun stehen Herr und Frau Österreicher da und versuchen, die derzeitige Situation zu verstehen bzw. sich in beide Konfliktseiten hineinzudenken. Sie haben seit Jahren versucht, ihre Positionen zu verbessern. Russland hat nun jene militärische Stärke erlangt, welche es wieder zu einer ernstzunehmenden militärischen Weltmacht werden ließ. Möglich wurde dies mit jenen Öl- und Gas-Milliarden, die es von Europa einkassiert hat. Die Vereinigten Staaten haben unter Ausnutzung der eklatanten militärischen Schwäche der europäischen Staaten die NATO bis an die Grenzen zu Russland ausgedehnt. Jedem Sicherheitspolitiker war klar, dass diese Situation in absehbarer Zeit zu einer ernsthaften Konfrontation führen würde. Diese Situation zeigt uns auch auf, dass das militärische Potenzial aller europäischen Staaten zusammengenommen kein Abschreckungspotenzial mehr bietet. Die EU wäre deshalb gut beraten, ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit anderen europäischen Staaten muss auch Österreich aufwachen und endlich wieder mehr in seine eigenen Streitkräfte investieren. Da wäre das Vorbild Schweiz zu nennen. Sie diente 1955 als Muster für unsere Neutralität.

Werner Giacomuzzi,

Lochau

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