Krise?

Leserbriefe / 11.04.2022 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Jeden Tag lese ich in verschiedenen Tageszeitungen über Krisen und Rohstoffknappheit in allen Bereichen der Wirtschaft. Corona und Krieg behindern den Handel mit Gütern. Ich lese aber auch über Rekorde der großen Firmen und Banken, die sie in großen Anzeigen kundtun. Ein Vorarlberger Fruchtsafthersteller hat sogar seinen Umsatz von 2019 um 19 Prozent auf über 1 Milliarde übertroffen! Und das während der Coronapandemie! Könnte es sein, dass die Coronahilfen des Staates (koste was es wolle!) für große Firmen gar nicht notwendig gewesen wären? Wieso soll der Steuerzahler den Umsatz der Konzerne erhöhen, obwohl sie auch mit etwas weniger Umsatz problemlos durch die Krise gekommen wären? Ich kenne mich vielleicht mit Wirtschaft nicht aus, aber eines kann ich sagen: Wenn die Wirtschaft so viel Verantwortung von der arbeitenden Bevölkerung verlangt, sollten wir auch der Wirtschaft endlich klarmachen, dass eine jährliche Umsatzsteigerung auf Kosten der Steuerzahler nicht mehr funktionieren sollte. Die jetzt wieder Entlastungen fordern für gestiegene Energiepreise. Während man den Bürgern nicht einmal die Abschaffung der kalten Progression gewährt, die man uns schon gefühlte 15 Jahre verspricht. Während ein Teil der Bürger seine Miete und Heizung nicht bezahlen kann. Hilfen ja, für jene, die es brauchen, aber für Milliardenkonzerne sollten wir dieses Umsatzsteigerungsgeld sofort einstellen.

Klaus Islitzer, Fußach

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