Fairness

Leserbriefe / 29.04.2022 • 17:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sehr geehrte Verantwortliche des SCR Altach, in den VN vom 29. 4. 22 ist das Gejammer um den möglichen Klassenerhalt groß. Ich zitiere Herrn Christoph Längle: „Wir fühlen uns nicht als schlechte Verlierer, aber einige Entscheidungen sind definitiv gegen uns gefallen“. Auch bei einem kleineren Verein, wie Sparkasse BW Feldkirch, geht es um Geld, Sponsoren und den Erhalt der Vorarlbergliga. Als Obmann wurde ich ebenfalls in den Sozialen Medien beschimpft – auch zum Teil anonym.

Wenn Sie aber, Herr Längle, von Fairness sprechen, kann ich ihr egoistisches Verhalten nicht nachvollziehen. Egoistisch dahingehend, nur an den SCR Altach zu denken. Auch wir kämpfen gegen den Abstieg und werden am 30. 4. 22 gegen die „Amateure“ ihres Klubs spielen. Wir werden wohl das Vergnügen haben, gegen ein Team mit acht Profis antreten zu dürfen, da die Bundesliga ruht. Das ehrt uns, sind wir doch Tabellenletzter.

Allerdings stellt es eine klare Wettbewerbsverzerrung dar. Gegen unsere Mitkonkurrenten im Abstiegskampf spielt man ohne oder nur mit zwei Profis und verliert (Heimspiel Bezau), Wenn es aber passt, spielt man gegen andere Vereine mit einer Vielzahl von Profis. Dass ihre Amateure nach ihrem Rücktritt aus dem Amateurbereich, ein Jahr später wieder in der Vorarlbergliga starten durften, könnte auch hinterfragt werden. Also nicht nur jammern, sondern sich auch selbst einmal hinterfragen.

Bernhard Neuberger,
Obmann Sparkasse BW Feldkirch